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Der Fluch des Treasure Mountain

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Angriff der Indianer

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Die Krieger der Ute greifen Le Blanc und seine Kameraden an – ein fürchterliches Gemetzel. Die Überlebenden wissen: ihre Zeit am Treasure Mountain ist abgelaufen. Sie müssen eine Entscheidung treffen. Die Gruppe ist dezimiert, der Standort gefährdet und es drohen weitere Angriffe. Jetzt heisst es, die eigene Haut zu retten – und möglichst auch das Gold.

Doch die Gruppe ist zu klein, um die Goldbarren zum Missouri River zu bringen. Es gibt nur eine Lösung: sie vergraben das im Frühjahr abgebaute Gold an den bereits vorhandenen Verstecken, halten alles auf der Schatzkarte fest und versuchen, lebend aus dem Gebiet heraus zu kommen. Sie brechen das Lager ab und machen sich auf die über eintausend Kilometer lange Reise zurück zum Missouri River. Aber in Sicherheit sind sie trotzdem nicht.

Manchen Versionen der Legende nach ist es der Expedition gelungen, die Berge zu verlassen und in die südlichen Plains vorzudringen. Doch dort werden sie vom Stamm der Kiowa angegriffen. Die Folgen waren verheerend. Von den urpsrünglich mehreren hundert Teilnehmern waren jetzt gerade noch fünf Mann übrig. Le Blanc gehört zu den überlebenden. Mit den vier anderen setzt er den Weg gen Osten zum Missouri River fort. Doch ohne Pferde und Nahrungsmittel geraten sie in eine verzweifelte Lage. Sie haben kaum noch Ausrüstung und nicht viel mehr, als ein Hemd auf dem Leib.

Letztendlich erreichen nur Le Blanc und noch ein weiterer Mann den Aussenposten am Missouri River. Le Blancs Begleiter aber stirbt nur wenige Tage später. Und so ist der junge französische Journalist der einzige Überlebende der Expedition.

Was er dann tut, ist nicht sicher. Aber alle Versionen der Geschichte scheinen in einem Punkt einig: er fertigt Kopien seiner Schatzkarte an. Eine gibt er der französischen Regierung, eine seiner Familie.

Danach verschwindet er aus der Geschichte. Doch damit ist die Erzählung von der Suche nach dem geheimnisvollen Gold noch nicht zu ende. Auch der Fluch des Treasure Mountain wird noch weitere Opfer fordern.

Fünfzig Jahre später

Nur der Führer, Bernardo Sanchez, kommt mit dem Leben davon.

1840 trifft ein Franzose in einer kleinen Stadt im heutigen New Mexico ein. Der Legende nach kommt ein junger Mann, der die Legende vom Treasure Mountain kennt, nach Taos. Er gibt an, der Enkel von Le Blanc zu sein und will den Schatz erneut suchen. Der junge Franzose behauptet, er habe die Karte seines Grossvaters auf der die acht Hinweise zu den Stellen verzeichnet sind, an denen das Gold auf dem Treasure Mountain vergraben ist.

Le Blancs Enkel ist ein Fremder in einem fremden Land. Er hat zwar die Karte, aber er braucht Hilfe, um die Stellen zu finden. Einer Theorie zufolge engagiert er einen mexikanischen Führer namens Bernardo Sanchez, der ihn zum Treasure Mountain bringen soll.

Sanchez führt Le Blanc und seine französischen Arbeiter in die Berge. Es heisst, sie finden dort seltsame Markierungen: in Felsen geritzte Symbole der französischen Lilie. Und Steinhaufen. Die Zeichen entsprechen denen auf der Karte von Le Blancs Grossvater. Monatelang suchen sie das Gebiet ab, aber sie finden nichts. Dann ereilt sie erneut der Fluch des Treasure Mountain. Auch der junge Le Blanc wird vom Stamm der nordamerikanischen Ureinwohner beobachtet. Der Legende nach greifen die Krieger die Männer an. Le Blancs Enkel wird getötet. In seiner Jackentasche: die geheime Schatzkarte seines Grossvaters.

Nur der Führer, Bernardo Sanchez, kommt mit dem Leben davon. Doch die Suche nach dem Gold geht weiter – denn Sanchez hat ein Geheimnis: er behauptet, ein im Sterben liegender Franzose habe ihm einen Hinweis auf den Schatz gegeben. Er solle einen nur vorgetäuschten Grabhügel der Indiander finden, sich im September um sechs Uhr morgens darauf stellen und auf seinen Schatten achten. Genau unter seinem Kopf läge der Schatz.

Daraufhin sucht Sanchez jahrelang am Treasure Mountain nach diesem Grabhügel. Aber er findet ihn nicht. Doch dieser Hinweis spielt in der nächsten Phase der Suche eine ganz entscheidende Rolle.

Die Suche geht weiter

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Dreissig Jahre nach dem Tod von Le Blancs Enkel macht sich eine neue Gruppe Abenteurer auf den Weg, um das Rätsel zu lösen. In den 1870ern tauchen hochmotivierte Schatzjäger auf, echte Forscher – nicht nur bewandert im Graben, sondern auch in der historischen Recherche. Und bei einem dieser Schatzjäger taucht auf einmal die Karte von Le Blanc wieder auf. Sein Name ist angeblich William Yule.

Yule verbringt seine Tage damit, in den nahe gelegenen Tälern und Bergen herumzustreifen. Er sucht die acht Hinweise, die auf der zerfledderten Karte verzeichnet sind. Und den Standort des geheimnisvollen Grabhügels. Auch ein Golsucher Namens Asar Poor erfährt von seiner Suche. Dieser Mann lässt sich keine Chance entgehen. Der erfahrende Goldsucher geht in die Wildnis, sieht sich die verschiedenfarbigen Felsen an – und findet direkt Gold. Er weiss einfach, wie es geht, ist gerissen, intelligent und geht jeder günstigen Gelegenheit nach. Als Poor erfährt, das Yule nach einem unechten Grabhügel sucht, der auf einen legendären Schatz verweist, ist er hellwach – denn er hat einen Hügel gefunden, der genau zu Yules Beschreibung passt.

Die beiden Goldsucher werden Partner. Und tatsächlich entdecken sie mehrere Hinweise der Karte in den Bergen: Bäume und Steine, in die die französische Lilie eingeritzt ist. Die Stellen entsprechen der Karte. Jetzt haben sie eine heisse Spur zu diesem Schatz. Poor führt sie zu diesem unechten Grab. Wie die Legende anweist, stellt sich einer der beiden um sechs Uhr morgens auf den Hügel und wirft einen Schatten auf den Boden. Sie beginnen an der Stelle zu graben, wo der Schatten des Kopfes hinfällt. Immer tiefer und tiefer. Sie graben und graben und finden – absolut nichts.

Ist das vielleicht der falsche Hügel? Oder ist Yules Karte eine Fälschung? Das glauben sie beide nicht. Sie wissen, sie müssen ganz neu an die Sache herangehen.

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