Gesellschaftskritik

Umfrage: Deutschland das beliebteste Land der Welt

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Die einzigen, die Deutschland nicht mögen, sind die Deutschen selbst – so scheint es. Denn bei einer internationalen Umfrage zum Image von 50 Ländern landet die Bunderepublik auf Platz eins. Damit verdrängt Deutschland die USA, für die es deutlich nach unten geht. Grösster Verlierer aber ist – wen wundert es? – Russland.

Kein anderes der bewerteten Länder konnte seine Punktzahl in einem der Bereiche so deutlich steigern wie Deutschland.

Nett zu anderen zu sein, lohnt sich also doch – Deutschland hat die USA 2017 als das populärste Land der Welt abgelöst. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Marktforschungsinstituts GfK und des Politikberaters Simon Anholt.

Die Vereinigten Staaten rutschen in dem Image-Ranking auf Platz sechs ab.

Frankreich ist der Studie zufolge international das zweitbeliebteste Land, Großbritannien hält sich stabil auf Platz drei. Kanada und Japan teilen sich Rang vier.

Der sogenannte Anholt-GfK Nation Brands Index ermittelt jährlich, wie 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Dazu wird das Image in den Kategorien Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition untersucht. Deutschland hatte schon in früheren Jahren den ersten Platz der Rangliste eingenommen, zuletzt 2014. In diesem Jahr schnitt die Bundesrepublik in allen untersuchten Bereichen sehr positiv ab. Vor allem in den Kategorien Kultur, Regierung und Bevölkerung konnte es in der weltweiten Wahrnehmung zulegen.

Auch insgesamt gewann Deutschland am meisten Punkte hinzu. Das liegt vor allem an der Kategorie „Sportliche Spitzenleistung“. Kein anderes der bewerteten Länder konnte seine Punktzahl in einem der Bereiche so deutlich steigern wie Deutschland. Das habe offensichtlich nicht nur von der herausragenden Leistung der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft profitiert, sondern auch von seiner Führungsrolle in Europa, sagt der Politikberater Simon Anholt, der die Studie entwickelt hat. Außerdem würden Deutschlands Politik und Wirtschaft ein kontinuierlich hohes Ansehen genießen.

Nur im Bereich Tourismus liege Deutschland im Ranking etwas weiter hinten. Verkaufen wir unsere Sehenswürdigkeiten vielleicht zu schlecht?

Gerade in Asien – besonders in China – habe sich das Image der Bundesrepublik aber stark verbessert, hieß es. Weniger positiv wurde Deutschland hingegen von seinen europäischen Nachbarn Frankreich und Polen, sowie Brasilien und der eigenen Bevölkerung bewertet. Ob hier auch ein klein wenig Neid im Spiel ist?

Der Anholt-GfK Nation Brands Index misst die Wahrnehmung jedes Landes weltweit basierend auf 23 verschiedenen Merkmalen. Diese werden in sechs Kategorien zusammengefasst, nach denen das Image des jeweiligen Landes bewertet wird: Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus sowie Immigration/Investitionen. Für die Studie waren mehr als 20.000 Menschen in 20 Industrie- und Schwellenländern befragt worden.

Seit 2009 hatten die US-Amerikaner die Liste angeführt. In den Kategorien zeitgenössische Kultur, Kreativität und Bildungsinstitutionen sahen die Umfrage-Teilnehmer die USA diesmal zwar immer noch als Nummer eins. Doch in der Kategorie „Engagement für weltweiten Frieden und Sicherheit“ gab es Abzüge. „In einem Jahr mit vielen internationalen Konfrontationen haben die Vereinigten Staaten vor allem in den Regionen deutlich an Boden verloren, in denen die Spannungen besonders stark waren“, erläuterte GfK-Experte Xiaoyan Zhao.

Der größte Verlierer des Rankings ist Russland. In der Kategorie „Regierung“ büßte kein anderes Land so deutlich an Renommee ein wie Russland. Insgesamt ist Russland in der diesjährigen Studie um drei Plätze auf Rang 25 gefallen.

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Quelle: Spiegel.de, GfK Marktforschungsinstitut


 
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