Gesellschaftskritik

Die 10 nervigsten Rechtschreibfehler

Mike vom Mars Blog als wie assozial eckelig einzigste Grammatik horst lichter packet Rechtschreibfehler seriösität singel Standart Top 10 wiederrum
 
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Ja, ich weiss -niemand ist perfekt. Und wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Aber einige Grammatik- und Rechtschreibfehler scheinen unter den Deutschen so beliebt zu sein, das es vor ihnen kein Entkommen gibt. Man liest oder hört sie täglich und ihre ständige Dauerpräsenz hat den selben Effekt, als würde man sich stundenlang über die selbe Stelle am Arm streichen: irgendwann hält man es einfach nicht mehr aus.

Manche davon gehen mir auf die Nerven, weil sie so häufig und so verdammt hartnäckig sind. Andere wiederum, weil man schon fast dämlich sein muss, um das betreffende Wort falsch zu schreiben oder sogar ein Wort zu benutzen, das es gar nicht gibt und auch nicht geben kann (wie wir noch sehen werden). Und weil bekloppte Hitlisten bei den Deutschen momentan so beliebt sind, kommen hier nun

Die 10 nervigsten Grammatik- und Rechtschreibfehler der Deutschen:

Platz 10: „wiederrum“

Auf Platz 10 schafft es ein Evergreen, der mir leider selbst oft unterkommt: wiederrum. Richtig heisst es natürlich: wiederum. Das ist wiederum extrem peinlich, da ihr diesen Patzer sicher in einem Dutzend Posts von mir findet.

Platz 9: „als wie“

Als wie ist eine willkürliche Buchstabenkombination und ein weit verbreiteter Sprachfehler in Deutschland. Dabei wird „als wie“ an Stelle von „wie“ bzw. „als“ verwendet: „Ich bin größer als wie du“. Natürlich hat „als wie“ auch einen recht breiten Freundeskreis. So dürfen sich Wortkombinationen wie „dem Paul seine Mutter“ oder „das erste Mal, wo ich dich gesehen habe“, „der Mann, der was dort steht“, „die Frau, die wo ich gesehen habe“ sowie „der Busfahrer und ihm seine Frau“ und „Marmeladenbrot mit ohne Butter“ zu als wies Artgenossen zählen.

Als wie besitzt eine Steigerungsform: „als wie wo“. „Meine Currywurst war größer, als wie wo du gegessen hast!“. Die Hersteller des Dudens sind bereits am Überlegen tun, ob sie „als wie“ in den Duden aufnehmen sollten.

Platz 8: „Singel“

Wer nicht mal Single richtig schreiben kann, ist es sehr wahrscheinlich deshalb, weil er die letzten dreissig Jahre unter einem Stein verbracht hat. Auch wenn man kein Fan von Anglizismen ist, sollte man irgendwann durch passives lesen verstanden haben, das es sich Single schreibt. Den totalen Brüller liefern jene Kandidaten, die sich auf Singlebörsen herumtreiben (wo man wohl auf jeder einzelnen Seite ein Dutzend mal das Wort „Single“ zu lesen bekommt) und es dennoch konsequent falsch schreiben. So viel Sturheit muss belohnt werden.

Platz 7: „Standart“

Gemeint ist natürlich der Standard. Der Standart ist eine bulgarische Zeitung, und es verwundert mich, das dieses Blatt anscheinend von millionen Deutschen gelesen wird.

Platz 6: „direkt“

Direkt bezeichnet eigentlich die geradlinige Bewegung im Raum auf einen Zielpunkt hinzu. In vielen Sätzen wird es aber ziemlich sinnfrei benutzt: „Da bin ich direkt ausgerastet“. Kann man auch indirekt ausrasten? „Da hab ich mich direkt an die Arbeit gemacht“. Wie sieht es denn aus, wenn sich jemand indirekt an die Arbeit macht? „Da muss ich direkt mal nachdenken“. Nee, du kannst auch indirekt darüber nachdenken. „Da hab ich direkt die Arschbacken zusammengekniffen“ -und wie das indirekt aussehen würde, will ich mir gar nicht vorstellen.

Platz 5: „In 2014“

Besonders perfide sind jene Anglizismen, die in deutschen Wörtern daherkommen, von ihrer grammatikalischen Konstruktion her aber keinen deutschen Ursprung haben. Ein gutes Beispiel ist die Jahresangabe „in 2014“ − die es im Deutschen nicht gibt. Richtigerweise würden wir „im Jahr 2014“ oder einfach „2014“ sagen. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Platz 4: „assozial“

Vor allem jugendliche benutzen dieses Wort gerne, meinen damit aber nicht unbedingt, das jemand etwa asozial wäre (im Sinne von a-sozial, sich nicht sozial gegenüber anderen verhaltend) sondern eher, das derjenige wie ein Penner aussieht oder einer unteren Einkommens- oder Bildungsschicht angehört. Bezeichnenderweise bezeichnen aber gerade Angehörige dieser Schichten andere gerne als „assozial“, statt als asozial.

Platz 3: „Packet“

Wie bei allen sieben Göttern kann man Paket nur falsch schreiben? Und warum schreiben es so viele falsch? Und warum immer auf die selbe Art und Weise? Warum schreibt nicht mal jemand zur Abwechslung Baget oder Pahket? Muss es wirklich immer Packet sein? Schon in der Grundschule lernen wir, das ck schnell gesprochen wird. Also hört mir jetzt mal zu: „Paaaaah…. keeeeeet“. Hier wird gar nichts schnell gesprochen, das Wort wird schön lang gezogen. Also wie zum Teufel kommt ihr darauf, das man es mit ck schreiben würde?

Platz 2: „eckelig“

Also der hier ist wirklich ekelig. Und eigentlich haben wir hier das selbe Problem, wie bereits beim Packet. Wer in aller Welt spricht bitte eeeeehhhh…. keeehh…. lig so aus, das er meint, man müsste es mit ck schreiben? Ich weiss gar nicht, wie oft ich das schon lesen musste. Liegt es vielleicht an einem örtlichen Dialekt? Kommen all diese Leute vielleicht aus der selben Gegend, vielleicht sogar aus einem einzigen kleinen Inzestdorf am Rande der Eifel? Ich weiss es nicht. Würde ich aber gerne.

Kommen wir nun aber zu meinem absoluten Top-Aufreger. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich es nicht mindestens einmal lesen oder hören muss. Es gehört zu den am meisten benutzten Wörten der deutschen Sprache -obwohl es dieses Wort eigentlich gar nicht gibt und gar nicht geben kann. Das hält aber nicht einmal prominente TV Stars davon ab, es täglich immer wieder unters Volk zu bringen.

Um welchen eckeligen Patzer es sich handelt, erfahrt ihr direkt auf der nächsten Seite…

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Redaktionswertung: 4.0 / 5





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