Gesellschaftskritik

Das Recht, sich wie eine Schlampe zu kleiden

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Haben Schüler das Recht, sich wie Schlampen zu kleiden? Die Schulleitung der Werkrealschule Horb-Altheim (Landkreis Freudenstadt) hat per Elternbrief verkündet, allzu aufreizende Kleidung im Schulhaus nicht mehr dulden zu wollen. Wer sich nicht züchtig kleidet, bekommt demnach „von der Schule ein großes T-Shirt gestellt, das er/sie sich bis zum Schultagsende anziehen muss“. Auch in Bayern führt das Thema Kleidung an Schulen aktuell zu Diskussionen.

Dabei gehe es nicht um eine „Unterdrückung der Individualität“ der Kinder und Jugendlichen, sondern darum, „ein kleines Stück zum gesunden Schulklima“ beizutragen, in dem sich „alle wohlfühlen und in dem gesellschaftliche und soziale Werte gelebt und gefördert werden“.

Laut „Schwarzwälder Boten“ sagte Schulleiterin Brissaud, dass vor allem (männliche wie weibliche) Lehrer auf sie zugekommen wären und sie gebeten hätten, dringend zu handeln – und etwas gegen die Bekleidungsvorlieben der Schüler zu tun.

Schüler via Twitter, Journalisten via Medien -alles wettert momentan gegen den Erlass der Kleiderordnung in Horb-Altheim. Nur nicht die Schüler der besagten Realschule. Die scheint das kalt zu lassen. Es ist also mal wieder das typisch deutsche Phänomen: FeministInnen die nichts besseres zu tun haben (Herr, wirf bitte mal ein paar Feministinnen-Hobbies vom Himmel!), fühlen sich natürlich sofort genötigt, dieses Thema zu kommentieren. Ob es jemand hören möchte oder nicht. Es gibt ja auch nichts wichtigeres.

Rückkehr in die gute alte Zeit

Von einer „Rückkehr in die 50er“ ist da zum Beispiel die Rede. Ach, wenn es doch nur so wäre! Eine Rückkehr in eine Zeit, bevor Frauen wie Huren und Männer wie afro-amerikanische Ghettokriminelle herum liefen, stelle ich mir recht angenehm vor. Vielleicht stünde dann wieder der Mensch im Vordergrund und weniger die Klamotten, die er trägt. Zu meiner Schulzeit war das aufreizendste, das ein Mädchen trug, ein knielanger Rock und ein paar Chucks. Kaum einer wäre auch auf die Idee gekommen, sich so zu kleiden, wie es heute in dieser Altersgruppe leider üblich ist: nämlich wie Bordsteinschwalben und Möchtegernkriminelle.

FeministInnen führen gerne an, das mit einem „Aufreiz-Verbot“ immer eine Art „Rape Culture“ gefördert würde. Verständlich ausgedrückt: nicht die Frau müsse etwas an sich ändern, vielmehr müsse der Mann lernen, damit umzugehen.

Nun… ich kann damit umgehen. Sehr gut sogar. Und trotzdem mag ich keine Hotpants. Warum? Weil ich sie schlicht unhygienisch finde. Nicht bei jeder Frau. Aber bei den weitaus meisten. Ich will mir einfach nicht vorstellen, wie Mädels in ultra-kurzen Hotpants stundenlang auf einem Holzstuhl sitzen, in der sommerlichen Hitze zwischen den Beinen furchtbar absuppen und danach der nächste Schüler in ihren ausgedünsteten Körperflüssigkeiten sitzen darf. Ich will mir gar nicht erst vorstellen, um welchen Ekelfaktor sich das ganze dann auch noch steigert, wenn die liebe gerade ihre Tage hat. Vom Geruch mal ganz abgesehen.

Nein, ich bin nicht fies. Ich bin nur einer der wenigen Männer, die Dinge so sehen, wie eben sind -und denen nicht die eigenen Hormone die Sicht vernebeln. Ja liebe Mädels, ich weiss, das ihr das nicht gerne lest. Aber ihr riecht eben wirklich nicht immer nach Rosen und auch bei euch läuft an heissen Tagen die Suppe. Akzeptiert es einfach.

Baggypants

Baggypants: Hier wird nicht in der Gruppe uriniert, auch wenn es von hinten so aussieht.

Gleichberechtigung bitte

Aber um gerecht zu sein: ich setze das Gleiche auch für Jungs voraus. Ich will nicht sehen müssen, wie jemandem die nicht rasierten Achselhaare aus dem Muscle Shirt spriessen wie feuchte Dschungellianen oder eine Unterhose mich ungefragt angrinst, weil die Jeans irgendwo in Höhe der Kniekehlen auf Halbmast hängt.

Es geht also (mir zumindest) gar nicht um das „Aufreizen“, sondern um grundsätzliche Hygiene. Im Sommer wird geschwitzt, Leute. Da läuft die Suppe, da kocht der Arsch. Und niemand möchte gerne unfreiwillig an den Körperflüssigkeiten und Gerüchen anderer teilhaben. Vor allem nicht, wenn Gegenden, die aus gutem Grund verhüllt sein sollten, sich bei jeder Bewegung an die frische Luft schieben. Und schon gar nicht, während man stundenlang mit dreissig anderen schwitzenden Leibern in einem engen Raum gefangen gehalten wird.

Bitte bringt unseren Kindern doch mal wieder bei, wie man sich anständig kleidet. Und das sage ich -der Anti-Spiesser, der Schrecken aller Schwiegereltern, der noch nie in seinem Leben auch nur ein einziges mal eine Krawatte getragen hat. Ich bin es aber leid, das jugendliche meinen, sie müssten sich kleiden wie ihre Vorbilder in Musikvideos (die sich ja gezielt aufreizend kleiden, um den Verkauf der Musiktitel zu fördern, nicht um damit ihre „individuelle Freiheit“ oder ihr „Persönlichkeitsrechte“ zu unterstreichen).

Es soll inzwischen auch jugendliche geben, die sich gezielt geschmackvoll kleiden, um aus der Masse herauszustechen. Bravo. Da haben einige endlich mal nachgedacht. Man muss nicht immer mit Niveaulosigkeit punkten. Ich selbst würde nicht wollen, das meine Tocher sich wie eine professionelle kleidet oder mein Sohn wie ein Ghettogangster und Drogenkonsument herumläuft. Eltern, die dies tolerieren, sollte man selbst noch einmal erziehen.

Und wo wir gerade dabei sind, Regeln einzuführen: ich fordere auch eine regelmässige Testosteron-Zwangspritze an auffällig gewordene Feministinnen. Ich glaube, diese Spezies hört erst dann auf zu nerven, wenn sie sich täglich den Bart rasieren darf und ihr das lange ersehnte dritte Bein gewachsen ist.


 
Redaktionswertung: 4.0 / 5





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