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Das sind die Top 10 Android Apps

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Durch die weltweit meistgenutzten Apps zieht sich eindeutig ein roter Faden: soziale Interaktion. Überraschenderweise sind es nicht Apps wie Clash of Clans, Plants vs. Zombies oder gar Taschenrechner und Bildbearbeitungsapps, die am meisten bei Google Play heruntergeladen werden, sondern sämtliche soziale Netzwerke und Nachrichtendienste, die es heute auf dem Markt gibt.

Lediglich drei der Top 10 Apps drehen sich nicht um soziale Interaktion, wobei aber selbst diese soziale Features einbinden. Es ist klar zu erkennen: Menschen weltweit suchen soziale Interaktion und virtuellen Kontakt. Dieses Phänomen ist sogar so weit verbreitet, daß App-Entwickler sämtlicher Branchen tunlichst eine soziale Komponente integrieren, um nicht hinten abzufallen.

Das sind die Top 10 Android Apps

Die Statistikplattform Statista hat für den September 2017 relevante Daten gesammelt und die weltweit am meisten heruntergeladenen Android-Apps des Monats aufgelistet:

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Der Pokal geht an WhatsApp

Es ist wenig überraschend, daß der weltweit beliebte Nachrichtendienst WhatsApp mit über 73 Millionen weltweiten Downloads Anführer des Rankings ist. Wer hat heutzutage schließlich nicht die App mit dem legendären grünen Hörer auf dem Smartphone installiert, um immer und überall mit Freunden, Familie, Bekannten (und weniger bekannten) zu chatten und dabei jede Nachricht mit möglichst vielen und akkuraten Emojis zu schmücken? Tatsächlich hat die App eine Milliarde tägliche Nutzer – das bedeutet fast ein Siebtel der gesamten Welt ist täglich auf WhatsApp. Die App bietet die Möglichkeit, kostenlos mit zu kommunizieren – sei es via Textnachricht, Sprachnachricht oder Videotelefonie – ob dieser sich am anderen Ende der Welt oder nur im Nebenzimmer aufhält.

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Nicht anders sieht es mit den Apps aus, die WhatsApp im Ranking folgen. An zweiter Stelle mit über 63 Millionen weltweiten Downloads steht der Facebook Messenger, den Facebook geschickter Weise von seiner offiziellen App abtrennte. Die steht mit ganzen 35 Millionen Downloads weniger nur an vierter Stelle des Rankings. Es scheint wohl doch das Online-Chatten zu sein, das Nutzer der Plattform besonders schätzen. Monatlich verzeichnet der Facebook Messenger sogar inzwischen 1,2 Milliarden Nutzer. Anstatt jemanden in persona besuchen zu müssen, läßt sich so schließlich alles auch virtuell klären. Schaffen so die Plattformen Facebook und Co. doch eher Distanz, als Nähe?

Die Bronzemedaille geht an die Fotoplattform Instagram mit knapp 38 Millionen Downloads im September 2017. Wie auf Facebook, wird natürlich auch dieses soziale Netzwerk zum Liken von Bildern, Kommentieren und Posten der eigenen Fotos aus dem Alltag, möglichst mit vielen Filtern und Effekten versehen, genutzt, um mit dem Rest der Welt in Kontakt zu stehen – sei es mit Menschen, die man kennt oder auch mit völlig fremden. Die restlichen Plätze des Rankings teilen sich die Shopping-Plattform und -Community „Wish“, die Lite-Version von Facebook, der Foto-Messenger-Dienst von „Snapchat“, der „imo“-Messenger, sowie das Endlessrunner-Game „Subway Surfers“ und die Musik-Streaming-App „Spotify“ mit gemeinsam über 104 Millionen Downloads.

Soziale Interaktion in allen Branchen gefragt

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Während die bisher genannten Apps in erster Linie die soziale Interaktion als Hauptfeature bieten, enthalten inzwischen sämtliche andere Apps aller möglichen Branchen ebenfalls ähnliche Funktionen, um ihre Nutzer aneinander (und an die App selbst) zu binden.

„Subway Surfers“ lässt sich mit Facebook verbinden, um gegen Freunde spielen zu können, die Shopping-Plattform „Wish“ umfasst eine eigene Community und auch auf der Musik-App „Spotify“ kann man ein eigenes Profil erstellen und sich mit Facebook verbinden, um zu sehen, welcher Freund gerade welche Musik hört. Zudem gehören seit Anfang 2016 die social Apps „Cord“ und „Soundwave“ ebenfalls zu Spotify, die den sozialen Aspekt durch integrierte Messaging-Dienste und Audio-Nachrichten auf der Musikplattform weiter ausbauen.

Auch in der Welt der Spiele ist der Social Factor bereits seit geraumer Zeit ein wichtiger Teil. Nicht umsonst sind MMO-Games (Massively Multiplayer Online Games) so beliebt. Massen an Spielern aus aller Welt treffen hier virtuell aufeinander, um miteinander spielen, chatten und sprechen zu können. Spiele wie „Malen mit Freunden“, in dem Spieler ein Bild malen, um dieses an einen Freund zu schicken, der es dann erraten soll, und „Quizduell“, in dem man seine Freunde zum Quiz mit Wissensfragen herausfordert, sind ebenfalls Beispiele, die soziale Interaktion auf virtueller Ebene bieten.

Das Multiplayer-Minigame „Quizduell“ ist dabei in Deutschland mit über 32 Millionen Downloads besonders beliebt. Auch andere Gamegenres haben den Trend der sozialen Interaktion erkannt: Online Casinos antworten auf den Trend mit Live-Casinospielen, in denen sich Spieler auf virtueller Ebene begegnen. Durch die Livestreams vom privaten Blackjack- oder Roulette-Tisch wird das Gefühl vermittelt, man säße direkt im Casino, während man dem Croupier beim Drehen der Roulettescheibe und Austeilen der Karten zusieht.

Auch beim Onlineshoppen lässt sich der soziale Faktor bereits seit Längerem nicht mehr wegdenken. Wer kauft schließlich noch etwas online, ohne vorher 580 Bewertungen zu lesen und sich auf Foren mit anderen Käufern über ein gewisses Produkt auszutauschen? Und natürlich ist das Internet bereits seit geraumer Zeit Dreh- und Angelpunkt für die Partnersuche. Singlebörsen wie Tinder, Lovoo und Co. sollen durch Profile und Nachrichtendienste helfen, auf virtuellen Weg den Partner fürs Leben zu finden. Sämtliche Belange des Lebens spielen sich also mittlerweile mit sozialer Interaktion auf virtueller Ebene ab.

Daß soziale Interaktion in unserem Leben eine immense Rolle spielt, ist natürlich keine Überraschung, das a sich war schon immer so. Was ist heute aber anders? Sie spielt sich mittlerweile eben zu einem Großteil auf virtueller Ebene ab. Anstatt zum Freund im nächsten Dorf zu laufen, trifft man sich nun in einem virtuellen Raum, um online zu chatten, zu spielen usw.

Familie und Freunde werden nun durch soziale Netzwerke über das eigene Leben auf dem neusten Stand gehalten und auch neue Freunde und Partner werden durch soziale Interaktion auf verschiedensten Online-Diensten gefunden – Kein Wunder also, dass die Top 10 Android Apps sich fast ausschließlich mit sozialer Interaktion befassen und auch andere Apps inzwischen fast schon automatisch eine soziale Komponente umfassen, ohne die heutzutage einfach nichts mehr geht.


 
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