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Reinkarnation – Gibt es Beweise für Wiedergeburt?

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Geschätzte Lesedauer: 13 Minuten

Es sind Geschichten wie die eines Mädchens, das glaubt in ihrem vorigen Leben ertrunken zu sein und nun wiedergeboren wurde, um ihre alte Familie zu suchen. Hirngespinste einer Halbwüchsigen? Oder die Berichte des Jungen, der davon überzeugt ist, als New Yorker Polizeibeamter im Dienst erschossen worden zu sein. Horrorvisionen eines Sechsjährigen? Oder die Aussagen eines Dreijährigen, der sich genau daran erinnert, wie er starb, als er sein eigener Großvater war.

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James McCready Houston

2001, Lafayette im US Bundesstaat Louisiana. Abgesehen von einer ungewöhnlichen Faszination für Flugzeuge und den Zweiten Weltkrieg ist James Lininger ein ganz normaler dreijähriger Junge. Doch dann wird er wiederholt von seltsamen Albträumen heimgesucht. „Ich hatte diese furchtbaren Albträume.“, sagt der heute neunzehnjährige. „Dabei strampelte ich wild mit den Beinen in der Luft und schrie immer wieder ‚Mein Flugzeug hat Feuer gefangen!‘.

Das ging jede Nacht so, fast ein ganzes Jahr lang. Plötzlich sagte ich dann so Sachen wie ‚In meinem früheren Leben wurde ich abgeschossen. Und starb!'“

Der dreijährige zeichnet Luftkämpfe. Ausserdem scheint er sich beängstigend gut mit Flugzeugtypen aus dem Zweiten Weltkrieg auszukennen – und zwar bis ins Detail. Auf vielen dieser Bilder schreibt er „James 3“. Sein Vater fragt eines Tages „Warum schreibst du denn ‚James 3′ darauf?“ Der kleine antwortet darauf, das er der „dritte James in Folge“ sei. Als der Vater ihn nach dem Namen des Schiffes auf einer Zeichnung frägt, sagt er „Natoma“.

James‘ Vater stellt Recherchen an und stösst tatsächlich auf den Flugzeugträger USS Natoma Bay. Der Junge kann ebenfalls exakt die Stelle auf der Karte zeigen, wo das Flugzeug, das er angeblich flog, abstürzte: in Chichi-Jima, Japan. Der Vater findet eine Crewliste des Schiffes, drauf stehen die Namen der Crewmitglieder, die James genannt hatte. Und er stösst auf einen weiteren Namen: James McCready Houston. Dieser Pilot wurde über der Insel Chichi-Jima abgeschossen.

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USS Natoma Bay

Während die Erinnerung an James Liningers früheres Leben in seiner Jugend noch sehr lebhaft ist, schwindet sie immer mehr, je älter er wird. Doch das, woran er sich erinnert, wühlt ihn heute noch stark auf. „Ich habe inzwischen fast alles über James Houston und das, was er erlebt hat, vergessen. Aber einen Augenblick habe ich immer noch deutlich vor Augen: ich höre dieses Knistern und Prasseln, dieses laute Hagelgeräusch“. Damit meint er die Maschinengewehrsalven, die in sein Flugzeug einschlagen. „Und da sind schwarze Punkte am Himmel“, beschreibt er die schwarzen Rauchwolken der Flakgeschosse in unmittelbarer Nähe. „Das Flugzeug fällt ins Meer. Danach ist alles dunkel. Man hört nichts mehr. Es ist alles vorbei. “ Während er diesen Moment schildert, bricht er in Tränen aus.

Die Wiedergeburt der Schwestern Gillian und Jennifer Pollock hat der kanadische Psychiater und Begründer der Reinkarnationsforschung, Ian Stevenson, 1997 in einem umfassenden Bericht publik gemacht. Die beiden Mädchen wurden am 4. Oktober 1958 als eineiige Zwillinge geboren. Ihre Eltern John und Florence Pollock hatten bereits mehrere Kinder, zwei davon – Joanna und Jacqueline – wurden jedoch knapp eineinhalb Jahre zuvor von einem Auto getötet. Als die Zwillinge sprechen lernten, hörten ihre Eltern, wie sie über den Unfall ihrer verstorbenen Schwestern redeten. In seinem Bericht nennt Stevenson weitere Aussagen und Beispiele von Wiedererkennung. Auch äusserliche Merkmale liessen sich feststellen: Ein Muttermal auf Jennifers Stirn entsprach einer Narbe, die Jacqueline hatte und ein anderes Muttermal auf ihrer linken Hüfte hatte die Tote an der gleichen Stelle. Ausserdem hatten die Mädchen ein panische Angst vor Fahrzeugen – weil sie damals von einem Auto getötet wurden.

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Suzanne Ghanem

Die 1963 in Richmond, Virginia geborene Suzanne Ghanem behauptet von klein auf, in einem früheren Leben Hanan Monsour gewesen zu sein, eine Libanesin, die nur zehn Tage vor Suzannes Geburt gestorben ist. Im Alter von nur zwei Jahren nennt sie ihren Eltern den Namen von Hanans Ehemann und den drei Kindern. Später schreibt sie deren Telefonnummer auf. Der mit dem Fall vertraute Forscher Dr. Ian Stevenson findet heraus, das die Nummer stimmt – nur die letzten zwei Zwiffern waren vertauscht. Suzanne Ghanem konnte 25 Verwandte aus ihrem früheren Leben identifizieren – mit ihren Namen und Verwandtschaftsbeziehung.

Anscheinend ist es auch möglich, mit einer Wiedergeburt das Geschlecht zu wechseln. Mehrere internationale Medien berichteten im Februar 2015 über den 5-jährigen Luke Ruehlman aus dem US-Bundestaat Ohio. Alles begann damit, dass der kleine Bub seine Lieblingspuppe „Pam“ nannte. Auf die Frage seiner Mutter Erica, warum sie genau diesen Namen bekam, habe Luke geantwortet: „Ich war Pam.“ Er sei gestorben und von Gott wieder auf die Erde geschickt worden. „Als ich aufwachte, war ich ein Baby – und du nanntest mich Luke.“ Sein früheres Leben in Chicago hätte er bei einem Hausbrand verloren. Seine Mutter glaubte nicht, dass er alles erfunden hatte und fand bei ihren Nachforschungen heraus, dass 1993 eine Pamela Robinson während eines Feuers im Paxton-Hotel in Chicago starb. Ausserdem erkannte Luke die Verstorbene auf einem Foto.

In einigen Fällen liegt das frühere Leben aber auch viel weiter zurück. So wie im Fall von Dorothy Eady. Nachem sie als junges Mädchen eine Nahtoderfahrung machte, erinnert sie sich fortan an ihr Leben als Tempeljungfrau in Ägypten während der Herrschaft von Sethos I im 14. Jahrhundert vor Christus. Eady zieht letztendlich nach Abydos in Ägypten, nimmt den Namen Om Seti an und wird eine anerkannte Ägyptologin und Wächterin des Totentempels von Sethos I. Besonders interessant ist, das sie als eine der wenigen das Wissen über die Altägyptische Sprache perfektionierte – denn sie konnte sie sprechen. Andere konnten sie nur mühsam lesen oder übersetzen, sie sprach sie.

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Dorothy Eady

Sie gab den anderen Ägyptologen genaue Anweisungen, wo sie zu graben hätten. Die meisten dachten, das sie nicht ganz bei Trost ist, fanden aber immer wieder genau das, was sie vorher beschrieb. Die Forscher hatten keine Erklärung dafür, warum sie die Sprache so gut kannte, woher sie von den unterirdischen Stätten wusste. Sie erriet nicht nur einmal etwas und lag dann dreimal daneben, nein, sie wusste einfach alles.

Es gibt Tausende solcher Berichte, viele davon ausserordentlich gut dokumentiert. Die Frage, was dahinter steckt, ist also berechtigt. Passiert da etwas mit uns nach dem Tod?

Auf der nächsten Seite: warum sich manche Kinder daran erinnern, wo sie zwischen Tod und Geburt waren.

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