Gesellschaftskritik

Wer bin ich wirklich?

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Wir alle glauben zu wissen, wer wir sind. Die meisten von uns denken nicht einmal darüber nach. Tatsächlich aber besteht deine Persönlichkeit zum grössten Teil nur aus künstlichen Schichten, die nichts mit deinem wahren Ich zu tun haben sondern – im Gegenteil – es sogar verschleiern. Was passiert, wenn man eine Schicht nach der anderen entfernt? Was bleibt am Ende von dir übrig? Finden wir es heraus.

Wer bist du wirklich? Und warum ist es für andere so gut wie unmöglich, dein wahres Ich zu sehen? Viele Menschen machen sich gar nicht bewusst, das sie mit einer Maske (oder besser: mehreren Masken) herumlaufen, die den Blick auf ihr wahres Ich verschleiern. Diese Masken sind wie Schichten einer Zwiebel. Man muss durch sie hindurchgucken, um das wahre Wesen eines Menschen zu erkennen.

Den meisten Menschen gelingt das schon kaum, wenn es um sie selbst geht. Hinter die Schichten anderer zu blicken, ist sogar noch schwieriger. Aber es geht. Wenn man sich bewusst macht, was genau diese Schichten sind und wie man durch sie hindurch blickt.

Wenn ein völlig fremder dich zum ersten mal sieht – was sieht er dann zuerst?

Er sieht folgendes – und zwar in genau dieser Reihenfolge:

Dein Geschlecht

Dein Alter

Dein Aussehen

Deine Umgebung

Dies sind die Hauptschichten, die uns umgeben. Da die meisten Menschen nicht nur diese hindurchblicken können oder wollen, ordnet man uns zuerst einmal in diese vier Schubladen -lange bevor wir überhaupt zeigen können, wer wir wirklich sind. Und genau so tun wir es auch bei anderen.

Schicht 1: Das Geschlecht

Die allererste – und leider komplexeste – Schicht, die wir von einem Menschen wahrnehmen, ist sein Geschlecht. Ganz egal, ob man sich online kennenlernt, auf der Strasse sieht, Small-Talk im Supermarkt hält oder ob es um uns selbst geht. Das Geschlecht ist das erste, was wir wahrnehmen – und andere von uns. Das Zwischengeschlechtliche spielt also eine viel grössere Rolle, als und bewusst ist. Man kann sogar sagen, das es den meisten Menschen völlig unmöglich ist, das Geschlecht des anderen auszublenden.

Und damit beginnen schon die Probleme. Sobald man sich das Geschlecht eines Menschen bewusst macht, ihn (oder sich selbst) also als „Mann“ oder „Frau“ einstuft, hat man bereits eine Schublade geöffnet. Dann geht man wie selbstverständlich, und meist sogar unbewusst, davon aus, das dieser sich auch seinem Geschlecht bzw. seiner kulturellen Geschlechtsrolle gemäss verhält, empfindet und denkt. Männern wird dann gerne mehr Verwegenheit und Sachverstand zugedichtet, als sie tatsächlich besitzen. Frauen dagegen mehr Gefühl und Empathie, als vielleicht vorhanden ist.

Und noch schlimmer ist es sogar, wenn all die negativen Geschlechts-Vorurteile dann in die Bewertung dieser Person mit einfliessen. Wenn dann auch noch die hormonelle Chemie (sprich: der Sexualtrieb) dazu kommt, wird es mal richtig kompliziert. Dann ist es völlig unmöglich, im anderen einfach nur das Wesen selbst zu sehen. Da der hormonelle Trieb gerade bei Männern unglaublich stark angelegt ist (die Natur hatte leider Gründe dafür) ist es gerade ihnen fast unmöglich, dies bei einem weiblichen Gegenüber auszublenden. Aber auch die meisten Frauen sind vor dieser Falle nicht sicher und besitzen ein dutzend diesbezügliche Knöpfe, die Männer zu drücken wissen.

Die meisten von uns sind nur hormonelle Marionetten.

Das Geschlecht hindert uns also daran, andere so zu sehen, wie sie wirklich sind. Im Umkehrschluss hindert unser Geschlecht aber auch uns selbst daran, zu sein, wer wir wirklich sind. Hormone sind eine unglaublich starke Waffe. Ihre Wirkung auf unseren Geist ist so stark, das Menschen deshalb Suizid begehen, andere Menschen aus Leidenschaft ermorden, davon überzeugt sind, in einen völlig fremden Menschen verliebt zu sein oder sogar jahrelang ein völlig falsches Bild von jemandem haben und Fakten völlig ausblenden.

Hormone bestimmen, wie wir handeln und wie wir denken.

Nur wer sich selbst sehr genau kennt und beobachtet, analysiert und sein eigenes Tun hinterfragt, erkennt, ob für sein Handeln nun Hormone oder tatsächlich der „freie“ eigene Wille verantwortlich ist. Hier scheitern schon bereits 90% aller Menschen. Im Grunde sind sie nicht mehr als hormonelle Marionetten. Der einzige Ausweg: hinterfrage dich selbst, so oft es nur geht. Hinterfrage deine Gedanken und dein Handeln. Mach dir bewusst, was genau dich motiviert, ob du im anderen nur die Erfüllung hormoneller Wünsche siehst oder dieser Mensch dir wirklich etwas gibt.

Unser Geschlecht verhindert aber auch noch auf eine andere Weise den Zugang zu unserem wahren Ich: von klein auf schon werden wir in die für uns bestimmte Geschlechterrolle hineinerzogen. Uns wird beigebracht, das wir uns gemäss unseres biologischen Geschlechts verhalten sollen. Wir werden dementsprechend gekleidet. Jungs werden von klein auf die Haare geschnitten, um sie als „Mann“ zu kennzeichnen (sie könnten es sonst vielleicht vergessen). Unser Spielzeug wird aufgrund unseres Geschlechts ausgesucht. Unsere Hobbies (Mädchen ins Ballett, Jungs zum Fussball). Unsere Faschingsverkleidung. Diese Manipulation geht über viele Jahre hinweg, schon von unserem ersten Lebensjahr an -und irgendwann glauben wir tatsächlich, das wir die Rolle sind, die wir eigentlich nur spielen: Mann oder Frau.

Weisst du noch, wie du als Kind andere Kinder gesehen hast? Du hast dich nicht gefragt, ob dir ein Mädchen oder ein Junge gegenüber steht. Jedes Kind war für dich einzigartig, hatte eine ganz eigene Signatur. Und genau so solltest du Menschen sehen.

Wenn du an dich selbst denkst – empfindest du dich eher als Mann oder Frau? Die richtige Antwort wäre hier: weder noch. Ich bin ich. Ich fühle mich weder männlich, noch weiblich. Dies ist allerdings nur bei maximal 1% aller Menschen der Fall.

Auf der nächsten Seite: Was sagen das Alter und Aussehen über einen Menschen aus?

Schicht 2: Das Alter

Die zweite Schublade, in die wir sofort geworfen werden – oder uns sogar freiwillig werfen – ist das Alter. Instinktiv halten wir nur nach Menschen Ausschau, die unserem eigenen Alter entsprechen und glauben, das es uns etwas über unser Gegenüber verrät. Ja, warum eigentlich? Und warum glauben wir von uns selbst, das wir uns unseres Alters gemäss benehmen müssen?

Genau gesehen hat ein Mensch vier verschiedene Alter:

Das Alter, das in seinem Ausweis steht

Das biologische Alter

Das gefühlte Alter

Das geistige Alter

Das Ausweis-Alter: Das ist die Zahl, die in deinem Ausweis steht. Sie ist das, woran sich die meisten Menschen halten. Dumm nur, das gerade dieser Wert die geringste bis gar keine Aussagekraft hat. Das Ausweis-Alter verrät weder, in welchem Zustand dein Organismus ist (das biologische Alter) und auch nicht, wie reif dein Geist oder dein Empfinden sind. Es verrät nicht, welche Erfahrungen du bereits gemacht und was du aus diesen gelernt hast.

Das biologische Alter: Dieses Alter gibt Auskunft über den genetischen Zustand eines Menschen. Je nach vererbten Genen und Lebensführung kann ein Arzt zum Ergebnis kommen, das ein Mensch beispielsweise ein biologisches Alter von dreissig hat, während in seinem Ausweis vierzig Jahre als Alter angegeben ist. Andersherum kann ein zwanzigjähriger sich bereits so heruntergewirtschaftet haben, das er über das biologische Alter eines fünfzigjährigen verfügt.

Das gefühlte Alter: Das gefühlte Alter ist das, wie wir uns innerlich selbst fühlen. Wenn du fünfzig bist, aber gut mit Kindern kannst, in allem das Gute siehst, immer zu einem Scherz aufgelegt bist und dir unentwegt Blödsinn durch den Kopf geht, entspricht dein gefühltes Alter sicher nicht dem, das in deinem Ausweis steht. Wenn du an dich selbst denkst, hast du immer ein bestimmtes Alter von dir im Kopf. Viele sehen sich selbst ein Leben lang als zwanzigjähriger, andere empfinden sich selbst innerlich als älter und „weiser“, als sie sind. Das ist das gefühlte Alter.

Das geistige Alter: Das geistige Alter schliesslich, ist das Alter, das wir gemäss unseren geistigen Einsichten erlangt haben. Es entspricht unserer Weisheit. Dem, was wir im Leben bereits aus unseren Erfahrungen gelernt haben. Menschen, denen in ihrem Leben viel schlechtes widerfahren ist (und die sich damit auch intensiv und konstruktiv auseinandergesetzt haben), verfügen über ein höheres geistiges Alter, als jene, die nie wirklich mit Problemen zu kämpfen hatten.

Vergiss die Zahl, die in deinem Ausweis steht. Sie sagt weder etwas über dich selbst, noch über andere Menschen aus. Sie ist völlig nutzlos. Dein biologisches Alter kannst du durch gesunde Lebensführung (und mit den richtigen Genen) um Jahrzehnte verjüngen. Auch das sagt nicht viel.

Wichtig sind dein gefühltes und dein geistiges Alter. Mach dir bewusst, wie du dich selbst siehst -welches Alter dir innerlich am besten entspricht und sei einfach so. Lege keinen Wert auf die Zahl, die in deinem Ausweis steht -und vermeide das auch bei anderen.

Schicht 3: Das Aussehen

Ob wir es wollen, oder nicht: gleich nach unserem Geschlecht und Alter werden wir nach unserem Aussehen bewertet. Wir ALLE bewerten andere nach ihrem Aussehen. Das ist genetisch fest in uns einprogrammiert und eine Folge der Evolution. Vor tausenden von Jahren bestimmte die schnelle Einstufung eines Unbekannten über Leben und Tod. Dieses genetische Erbe tragen wir noch heute mit uns herum. Wir bewerten andere nach ihrem Äusseren -und genauso werden wir von anderen aufgrund unseres Aussehens bewertet.

Tattoos, Piercings, gefärbte Haare, Schminke, ein exzentrischer Kleidungsstil – all das sind Täuschungsversuche.

Wenn man Menschen wirklich nach ihrem Aussehen bewerten könnte, gäbe es z.B. schon längst keine Morde mehr – schliesslich könnte man schon am Gesicht eines Menschen erkennen, ob man es mit einem Mörder zu tun hat. Dieser Auffassung war die Wissenschaft z.B. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Das hat sich als fataler Fehler erwiesen. Allein aufgrund der Physiognomie eines Menschen wurden ihm bestimmte Charaktereigenschaften oder geistige Fähigkeiten hinzugedichtet oder abgesprochen.

Das funktioniert nicht. Und dennoch tun wir es immer wieder. Einem gutaussehenden Menschen dichten wir einen besseren Charakter an, als jemandem mit einer „Hackfresse“. Tatsächlich ist es aber oft andersherum: Menschen, die aufgrund ihres guten Aussehens reibungslos durchs Leben komplimentiert werden, entwickeln oft sehr hässliche emotionale und psychische Abartigkeiten. Wer die Modelbranche kennt, kann ein Lied davon singen.

Bei Frauen bestimmt übrigens der Eisprung (also auch die Einnahme oder das Weglassen der Pille) stark darüber, wie das Äussere eines Menschen auf sie wirkt. Je nachdem bevorzugen sie dann den „wilden“, männlichen oder den „gepflegten“, kultivierten Typ. Aber was hat das dann mit dem Menschen zu tun? Wieder einmal sind es die Hormone, die uns lenken.

Und dann gibt es Menschen, die bewusst ihr Äusseres einsetzen, um ein künstliches Bild von sich zu erzeugen und so über ihr wahres Ich hinwegtäuschen möchten: Tattoos, Piercings, gefärbte Haare, Schminke, ein exzentrischer Kleidungsstil – all das sind eigentlich nur Täuschungsversuche. Wenn man also schon auf das Äussere achtet, sollte man auf diese Kleinigkeiten achten. Denn diese zeugen oft davon, das derjenige seiner Umgebung ein künstliches Bild von sich aufdrängen möchte.

Meist sind es genau jene Menschen, die sich äusserlich „unangepasst“ und „individuell“ präsentieren, die im Grunde noch verzeifelt auf der Suche nach sich selbst sind. Wer sich nach aussen betont verwegen gibt, möchte damit seine Unsicherheit verdecken. Wer sich betont maskulin gibt, zweifelt im Grunde an seiner Männlichkeit. So lange man mit seinem Äusseren irgendeine Rolle spielt, hat man in der Regel noch nicht wirklich zu sich selbst gefunden. Das ist der Grund, warum diese Maskerade, diese modischen Rollenspiele besonders bei Jugendlichen sehr beliebt sind: sie sind noch auf der Suche nach sich selbst.

Wenn du wirklich du selbst bist, hast du keine Verkleidung mehr nötig. Dann braucht es keinen besonderen Kleidungsstil, keine Tattoos, keine Piercings und keine ausgefallenen Frisuren mehr, um deiner Umgebung (und dir selbst) ein falsches Bild vorzuspielen. Dann bist du einfach nur du selbst.

Auf der nächsten Seite: Was sagen Umgebung und Erziehung über einen Menschen aus?

Schicht 4: Die Umgebung

Was verhindert noch, das wir sind, wer wir wirklich sind? Selbst wenn wir unser Geschlecht, unser Alter und unser Aussehen ausblenden, sind wir noch immer nicht wir selbst. Denn eine wichtige Schicht steht noch zwischen uns und unserem wahren Ich:

Unsere Erziehung

Und damit ist nicht nur die Erziehung unserer Eltern gemeint, sondern alles, was uns von aussen geprägt und geformt hat. Das sind zum Beispiel kulturelle Werte („wie habe ich als Mann / Frau zu empfinden“), Religion, unsere Freunde, der herrschende Zeitgeist, unsere soziale Herkunft oder die Gesetze, unter denen wir leben.

Vor wenigen Jahrzehnten zum Beispiel stand Homosexualität noch unter Strafe. Wer dennoch so empfand, hatte aufgrund des grossen gesellschaftlichen Drucks gar keine andere Wahl, als schlecht über sich selbst zu denken, sich schuldig zu fühlen. Und genau solche anerzogenen Werte vermitteln uns ein falsches Bild von uns selbst. Wir sehen uns durch die Brille der Gesellschaft, in der wir leben und aufgewachsen sind. Aber was wir durch sie sehen, sind nicht wir. Es ist ein, manchmal bis zur Unkenntlichkeit verzerrtes, Bild von uns selbst.

Wir sehen uns selbst und andere durch die Brille unserer Normen.

Männern wird oft beigebracht, das es „unmännlich“ sei, tief zu empfinden oder Emotionen gar überhaupt zuzulassen. Also unterdrücken sie sie, verschliessen sich innerlich und lassen viele Teile ihres inneren Empfindes nicht zu. Als Mann etwas „süss“ und „drollig“ finden? Absolut unmännlich! Also muss es zum Beispiel ein Rottweiler sein und kein süsser Schosshund. Viele Männer empfinden nicht wirklich so. Sie glauben es nur, nach jahrzehntelanger Gehirnwäsche und Manipulation.

Oft vergleichen wir uns selbst (oder andere) auch mit unseren jeweiligen Lebensumständen. Haben wir einen Job, der „was hermacht“? Haben wir eine toll eingerichtete Wohnung? Einen teuren Wagen? Ein gut gefülltes Bankkonto? Einen attraktiven Partner? All das, was in unserer Gesellschaft als „erstrebenswert“ und „erfolgreich“ gilt?

Und genau den gleichen Fehler machen wir, ob bewusst oder unbewusst, ständig bei anderen: wir sehen sie durch die Brille unserer Normen. Damit verhindern wir, zu sehen, wer wie wirklich sind.

Viele von uns schmücken sich auch mit diesem oder jenen Freundeskreis, in der Hoffnung, das dessen soziale Rolle und Status abfärben würden und etwas über die „eigene Coolness“ aussagt. Oder wir umgeben uns mit einem kleinen willigen Hofstaat, der uns immer brav zustimmt und so unser angeschlagenes Ego mit Komplimenten schmeichelt. Oder wir umgeben uns mit „Enablern“ und „Supportern“ – Menschen, die wir nur um uns haben, weil sie uns von Nutzen sind, oder ohne die wir an ein bestimmtes Ziel nicht gelangen könnten. Dafür streicheln wir deren Ego. Soziale Prostitution.

Um uns selbst und andere also so zu sehen, wie wir wirklich sind, müssen wir alle kulturellen und gesellschaftlichen Normen beiseite lassen. Nur wer nicht durch die Brille von Religion, menschlichen Gesetzen, Umgebungskonformität, Zeitgeist und anderen Zwängen sieht, erkennt die Wahrheit.

Der Kern: Dein wahres Ich

Du hast nun also all diese Schichten abgelegt. Was bleibt nun? Du hast keinen Körper mehr (wir blenden dein Geschlecht und dein Aussehen aus). Ohne Körper hast du auch kein Alter mehr.

Nun blenden wir noch deine Umgebung aus. Du bist nicht dein teurer Wagen oder deine geschmackvoll eingerichtete Wohnung. Du bist auch nicht dein Job, für den du so lange studiert hast. Du bist nicht dein Daddy oder deine Mutter.

Dein Körper existiert nun also nicht mehr. Auch deine Umgebung nicht. Du bist jetzt nur noch ein denkender, empfindender Lichtpunkt inmitten eines unendlichen, leeren Raums. Das was nun geblieben ist – das bist du.

Vielleicht noch nicht in voller Klarheit, denn du trägst ja immer noch deine anerzogenen Überzeugungen mit dir, die dein Ich färben, wie Tinte das klare Wasser. Lege sie ab, indem du nichts, was dir durch Kopf geht, bewertest. Nimm es einfach nur zur Kenntnis. Mehr nicht.

Wenn es dir gelingt, nichts mehr zu bewerten, dann stehst du dir selbst so nahe gegenüber, wie du es noch nie vorher im Leben getan hast. Dann empfindest du reine Klarheit.

Übe das täglich. Entspanne dich dabei, empfinde es als das Abwerfen eines Gewichts. Geniesse es, all diese Schichten, die nur von deinem wahren Ich ablenken, abzustreifen. Befreie dich davon. Und je öfter du das übst, desto leichter wird es dir auch fallen, die Schichten anderer Menschen zu durchblicken.

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Seltsam? Aber so steht es hier geschrieben... Ihr habt Fragen, Anregungen oder vielleicht sogar eine völlig andere Meinung zu diesem Artikel? Dann postet einen Kommentar.

Mike vom Mars Blog - mike-vom-mars.comAutor: Mike vom Mars
Mike emigrierte vor einigen Jahren von seinem Heimatplaneten auf die Erde, um das Leben am wohl seltsamsten Ort des Universums zu studieren. Seiner Bitte "bringt mich zu eurem Führer" wurde bisher nicht entsprochen.

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Redaktionswertung: 4.0 / 5





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