Kreatives

Wie werde ich kreativ?

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Was tötet Kreativität?

Während Phantasie also unsere Kreativität beflügelt, gibt es auch Faktoren, die sie regelrecht töten. Und unser Alltag ist leider voll von diesen Kreativitätskillern.

Man muss sich immer wieder bewusst machen, das Kreativität eine kindliche Eigenschaft ist. Nirgendwo lässt sie sich besser studieren, als bei Kindern. Und was einem Kind die Laune verdirbt und es am Spielen hindert, tötet auch deine Phantasie:

Zwang. Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Von einen Geist, den man in Fesseln legt, kann man keine genialen Einfälle und Freudensprünge erwarten. Wer sein Kind gegen seinen Willen in den Musikunterricht schickt, braucht sich nicht wundern, wenn das Ergebnis blechern und automatisch klingt – und das Kind vielleicht sogar irgendwann eine Abneigung entwickelt. Kreativität muss aus dem Herzen kommen. Man kann sie aber auch anschubsen. Mehr als ein sanftes Schubsen darf es aber nicht sein. Schon der geringste Zwang tötet jeden kreativen Funken im Keim.

Vorgaben und Grenzen. Es ist absurd: um kreativ zu sein, müssen wir unser Gehirn auf eine freie Reise schicken. Doch gleichzeitig setzen sich viele Menschen dabei durch strenge Vorgaben gleichzeitig auch wieder Grenzen. Was dabei herauskommt, ist keine freie Reise mehr, sondern ein Fahren auf Schienen. Nur wer sich erlaubt, völlig frei zu denken, zu „floaten“, kann ein Ergebnis erwarten, mit dem er vorher nicht gerechnet hat.

Stress. Kreativität braucht Ruhe. Man muss sich dabei im Wohlfühlmodus befinden. Nichts ist schlimmer, als während eines kreativen Prozesses immer wieder gestört zu werden – ob durch Klopfen an der Tür, Handygebimmel, WhatsApp-Nachrichten oder Gedanken an Dinge, die wir noch erledigen müssen. Kreativität ist nicht nur ein entspannter, sondern auch ein heiliger Zustand, in dem uns nichts stören sollte – nicht einmal wir selbst.

Erwartung. Wer immer glaubt, er müsse den nächsten Weltbesteller, das nächste Meisterwerk oder das erfolgreichste Computerspiel aller Zeiten gestalten, steht sich selbst im Weg. Schlimmer noch: solche Menschen begreifen nicht, was Kreativität eigentlich ist. Nicht das Endprodukt zählt, sondern der Prozess seiner Erschaffung! Tibetanische Mönche arbeiten viele Jahre lang an kunstvollen Mandals aus millionen von Reiskörnern. Ist das Mandala fertig, wird es mit einem Besen verwischt und die Arbeit beginnt von neuem. Damit zwingen die Mönche sich nicht nur zur Demut (sich selbst nicht so wichtig zu nehmen), sondern machen sich auch bewusst, das es der Prozess des Schaffens ist, um den es eigentlich geht – und nicht um ein möglichst perfektes Endprodukt, auf das man dann stolz zeigen kann.

Die eigene Kreativität möchte wie ein Kind behandelt werden: sorge dafür, das sie sich wohl fühlt, gib ihr genug Freiraum, lobe sie oft genug – und schreibe ihr möglichst wenig vor. Und dann lass dich überraschen, welche Wege sie einschlägt.

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Mike vom Mars Blog - mike-vom-mars.comAutor: Mike vom Mars
Mike emigrierte vor einigen Jahren von seinem Heimatplaneten auf die Erde, um das Leben am wohl seltsamsten Ort des Universums zu studieren. Seiner Bitte "bringt mich zu eurem Führer" wurde bisher nicht entsprochen.

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