Das Ausmaß an Korruption im Präsidentenamt ist in der US-Geschichte wirklich beispiellos. Jimmy Carter besaß eine kleine Erdnussfarm und gab die Leitung ab, als er Präsident wurde. Aus Angst, man könnte ihm Interessenkonflikte unterstellen. Nun haben wir einen Präsidenten, der das Vertrauen in seine Position unverhohlen genutzt hat, um sich und seiner Familie Vorteile in Milliardenhöhe zu verschaffen. Das hat es noch nie gegeben. Trump betreibt eine schamlose, unverhohlene Selbstbereicherung.

Einnahmen von 2,2 Milliarden USD – allein in 2025!
Tausende Aktientransaktionen sind aufgelistet.
Wie viel Geld Donald Trump verdient, ist genau dokumentiert. Ein US-Gesetz aus dem Jahr 1978 verpflichtet die Präsidenten dazu, ihre Einkünfte offen zu legen. Trumps Aufstellung für das vergangene Jahr umfasst über 920 Seiten. Das ist mehr als 80 Mal so viel wie bei Vorgänger Joe Biden im letzten Jahr von dessen Amtszeit. 2025 kam Trump auf Einnahmen von mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar. Er selbst findet daran nichts Anstößiges.
Kurz vor seinem ersten Flug mit der neuen Air Force One, einem Geschenk aus Qatar, sagte Trump Anfang Juli zu Reportern, er sei schon vor seiner Zeit als Präsident ein erfolgreicher Geschäftsmann gewesen. Und nun profitiere er von einem „freundlichen Börsenklima“: „Wissen Sie, warum ich Gewinne mache? Weil die Börse steigt. Alle machen Gewinne. Haben Sie ein 401k Altersvorsorge-Depot? Wie hat sich das entwickelt? Es ist um 85 Prozent gestiegen. Danke, Präsident Trump. Also haben wir alle was davon. Ich profitiere, weil ich viel Geld habe und es verwalten lasse. Keine Ahnung, ob die wissen, was sie tun, aber sie kaufen alles Mögliche.“
Zwar gehen Trumps Einnahmen deutlich über die Börsengeschäfte hinaus. Aber wer sich seine Einkommenserklärung genauer anschaut, stellt fest: dort werden tausende Aktientransaktionen aufgelistet. Dabei sind zwei Dinge zu berücksichtigen: Es gibt eine schiere Anzahl an Käufen und Verkaufen, die ungewöhnlich hoch ist: über 20.000 Einzeltransaktionen!
Und hinzu kommen einzelne Fälle, die natürlich aufhorchen lassen. So wurden in Trumps Namen Aktien des Chipherstellers NVIDIA gekauft, und das nur wenige Tage bevor die US-Regierung Verkaufsbeschränkungen für KI-Chips von NVIDIA nach China gelockert hat. Von der Entscheidung profitierte das Unternehmen selbst und auch Trump als Aktionär von NVIDIA. Solche Ereignisse müssen untersucht werden.
Außerdem hat der Sender CNN recherchiert, dass Trump sich in Dutzenden Fällen auf seiner Plattform Truth Social positiv über Unternehmen geäußert hat – nur Tage nach dem Kauf von Aktien dieser Unternehmen. Aber ging es Trump tatsächlich darum, die Kurse nach oben zu bewegen? Beweise dafür gibt es laut CNN keine.
Politiker sollten beim Handel mit Aktien beschränkt werden
Dienen sie dem Volk oder nur ihrem eigenen Geldbeutel?
Das Weiße Haus verweist darauf, dass Trumps Portfolio von unabhängigen Finanzinstituten verwaltet werde. Alle Anlageentscheidungen würden ausschließlich von unabhängigen Managern getroffen. Es bestehen keine Interessenkonflikte.
Das sehen viele Beobachter aber anders.
In den USA werden immer wieder Forderungen laut, Politiker sollten beim Handel mit Aktien beschränkt werden. Die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna betonte unlängst auf dem Parteitag in Dallas, die Amerikaner hätten das Recht zu wissen, dass Politiker tatsächlich ihnen dienten und nicht dem eigenen Geldbeutel. Gemeint hat sie allerdings nicht Präsident Trump, sondern das Parlament. Und vor allem Nancy Pelosi von den Demokraten.
Letztlich waren die langjährige Sprecherin des Repräsentantenhauses und ihr Mann an den Finanzmärkten sehr aktiv. Sie konnten damit in Pelosis Zeit als Politikerin das gemeinsame Vermögen deutlich steigern. Die republikanische Abgeordnete Luna beklagte, Pelosi und andere Politiker hätten ihr Amt missbraucht und Insiderhandel betrieben. Pelosi hatte solche Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen. Dass sie Insiderhandel betrieben habe, sei lächerlich.
Aber: wer Nancy Pelosi oder andere linke Politiker für Insider-Handel und Selbstbereicherung kritisiert, der sollte den Präsidenten an genau denselben Maßstäben messen! Und die politischen politischen Aktivitäten gehen deutlich über den Aktienmarkt hinaus. Bekannt ist Trump vor allem für seine Immobiliengeschäfte. Es gibt aber zum Beispiel auch Trump-Schuhe und Trump-Perfüm zu kaufen – Produkte, für die er Lizenzgebühren erhält. Trump hat sogar eine Bibel zum Verkauf angepriesen, die „God Bless America Bible“, auf Deutsch „Gott schütze Amerika Bibel“, ergänzt um Inhalte wie die US-Verfassung.
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