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Review: Walkera Rodeo 110 Mini FPV Racer

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Geschätzte Lesedauer: 8 Minuten

2017 ist das Jahr der Mini FPV Racer: sie fliegen sich aufgrund der geringen Masse besser und schnittiger, sind günstiger in der Anschaffung, bei einem Crash geht kaum etwas kaputt, Ersatzteile sind relativ günstig und sie sind handlich und transportabel. Sie fallen mit ihrem Gewicht unter 250g nicht unter die Kennzeichnungspflicht und dürfen bis zu einer Höhe von 30 Metern auch ohne Spotter (Begleitperson) per Videobrille geflogen werden.

 

Walkera Rodeo 110 Mini FPV Racer

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Features auf einen Blick
5800KV Brushless Motoren
600 TVL 40-Kanal 25mW / 200mW FPV Kamera
OneShot125 ESCs
Geschraubte 3-Blatt Racing Propeller
Stromversorgung: 2S oder 3S
Gewicht: 148g (mit Akku)
CleanFlight vorgeflasht
Beeper vorhanden
Stabiler Rahmen
Modulare Bauert (keine Kabel)
Zubehör: 1x 2S 850mAh Lipo, Ladegerät, 4x Ersatzpropeller

 

Achtung Schnäppchenjäger: momentan (Juni 2017) ist der Rodeo bei Banggood noch mit 20% Rabatt zu haben – also ab 120 EUR (Normalpreis in DE: 195 EUR)! Allerdings sollte man sich beeilen, da nur noch wenige Coupons verfügbar sind! Auch ohne Rabatt ist er bei Banggood deutlich günstiger zu kaufen, als hier in DE.

 

Nützliche Links
Walkera Rodeo 110 bei Banggood
1000TVL FPV Kamera
Mobius Mini HD Action Cam (110 Grad FOV)
Mobius Mini HD Action Cam (135 Grad FOV)

Eindrücke

Im Vergleich zum kleineren KingKong 90GT (ca. 80g) wirkt der Rodeo deutlich robuster – bringt aber auch mehr Gewicht mit. Wie schon beim F210, sind die Innereien des Quads extrem gut geschützt und im geschlossenen Gehäuse untergebracht. Man schraubt lediglich die Abdeckplatte unter dem Akku auf und hat Zugang zu allen wichtigen Teilen: dem Videosender, dem Flightcontroller und dem Stecker, mit dem die Kamera angeschlossen ist. Sämtliche elektronischen Komponenten sind, wie bei Walkera üblich, modular aneinander gesteckt und nicht verlötet oder verkabelt. Man sieht deshalb so gut wie keine Kabel im Inneren – das spart Gewicht und ist schön übersichtlich. Selbst die ESC sind gesteckt und nicht gelötet. Ein Wechsel der Regler dauert also nur Sekunden und benötigt keinen Lötkolben. So muss das sein!

Der Rodeo verfügt über eine helle, weisse Front-LED und zwei Status LEDs seitlich. Die beiden Diversity-Funkantennen sind nicht, wie noch beim F210, starr (weshalb sie bei diesem gerne abbrechen), sondern flexibel. Der Rodeo verfügt über vier Landebeine und der Rahmen macht ebenfalls einen sehr stabilen und unverwüstlichen Eindruck. Auf die geringe Masse des Rodeo heruntergerechnet müsste er fast unverwüstlich sein, so lange man nicht volldampf gegen eine Betonwand fliegt.

Durch den verbauten Beeper (den man sich auf einen Schalter der Funke legen kann) findet man ihn im hohen Gras recht einfach wieder – keine Selbstverständlichkeit, da viele Hersteller hier mittlerweile mit einem Beeper geizen!

Propeller

Die stabilen 3-Blatt Racing Props werden aufgesteckt und zusätzlich noch jeweils mit zwei kleinen Kreuzschlitzschrauben befestigt. Die Props wirken überaus stabil und halten einige Abstürze locker aus. Da die Befestigungsschrauben der Props allerdings etwas tief im Propeller liegen, benötigt man einen kleinen Kreuzschraubenzieher mit sehr dünnem Schaft (Durchmesser max 2.4mm). Sehr gut passt hier der Kreuzschraubendreher von Wera 118020 PH 00 (im Bauhaus). Leider habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können, welche Steigung die Propellerblätter haben, was nützlich wäre, um sich nach günstigen Alternativen oder 4-Blatt oder gar 5-Blatt Props umzusehen. Sobald ich passende Ersatzprops gefunden habe, lasse ich es euch wissen.

Kamera

Die 600TVL FPV Kamera ist stufenlos neigbar und wird durch zwei Kreuzschlitzschrauben festgehalten. Je strenger man diese anzieht, desto fester sitzt die Kamera, die durch eine stabile Haube geschützt ist. Leider bemerkt man auch hier den Trend vieler Hersteller, bei der Kamera zu sparen. Die Bildqualität der original Rodeo Cam ist die schlechteste, die mir bisher in meiner Laufbahn untergekommen ist: das Bild ist verwaschen, Hell- / Dunkelwechsel verkraftet die Cam kaum und bei Loops und Rolls passiert es immer wieder, das der Boden plötzlich eine einzige schwarze Fläche ist.

Gottseidank gibt es hier einen brauchbaren Ersatz: die 1000TVL von Banggood ist für knapp über 10 EUR erhältlich, passt perfekt in das Kameragehäuse des Rodeo, bietet ein grösseres Blickfeld, ein scharfes Bild und brillante Farben. Die original Cam durch die 1000TVL zu ersetzen ist also das erste, was man tun sollte!

Der 40-Kanal Videosender kommt in zwei Varianten: einer CE Version mit 25mW, sowie einer FCC Version mit 200mW. Die FCC Version des Rodeo erkennt man an einem kleinen weissen Aufkleber an der Unterseite, auf dem TX5836 steht. Aber auch die 25mW Version lässt sich auf 200mW hochschrauben, indem man 30 Sekunden lang den kleinen Button auf dem Videosender drückt. Drückt man zuerst 30 Sekunden auf den Button und dann jeweils 2x kurz, lässt sich das Frequenzband wechseln. Der Kanal selbst wird mit drei kleinen Switches eingestellt (eine Tabelle der Frequenzen und Schalterstellungen liegt dem Rodeo bei).

Unterschied Originalkamera / 1000TVL:

Akkus

Dem Rodeo liegt ein Walkera 2S Lipo mit 850mAh bei, der gerade mal 47 Gramm wiegt. Wie gewohnt, bringen die original Walkera Akkus von allen hier die beste Leistung. Sämtliche Experimente mit SLS und anderen Lipos haben geringere Flugzeiten ergeben. Lediglich die günstigen 2S 850mAh von Hobbyking kommen bisher an die Original-Akkus ran und kosten mit grade mal 6 EUR / Stück nur halb so viel. Was allerdings die Lebensdauer angeht, werden die original Walkera Akkus aber wohl besser abschneiden.

Die Akkus werden an einem JST Stecker angeschlossen, was manche wohl kritisch sehen dürften, da es ohne die richtige Technik ein wenig Fummelei braucht, um die Stecker zu lösen. Ich wackle beim Rausziehen immer etwas hin- und her und habe hier keine Probleme. Vorteil des JST ist aber auch, das sich der Akku im Flug bzw. bei einem Crash garantiert nicht löst.

Empfänger

Der Rodeo verfügt über einen Walkera Empfänger und ist mit allen Fernsteuerungen der Devo – Reihe kompatibel. Das Binden ging völlig problemlos. Es wird empfohlen, eine feste ID in der Funke für den Rodeo zu vergeben, das verkürzt den Bindevorgang, wie immer, deutlich.

Wie alle meine Kopter (auch die Nicht-Walkeras) fliege ich den Rodeo mit meiner Devo 10, auf der die Deviation Firmware installiert ist.

Wer bereits eine eigene Funke hat (FrSky Taranis etc.) kann auch einen eigenen Empfänger seiner Wahl in den Rodeo verbauen. Das ist recht simpel. Wie das geht, wird in diesem Video sehr gut erklärt.

Flugeigenschaften

Zugegeben: ich bin hier nicht sehr neutral, da ich in letzter Zeit sehr oft mit dem KingKong 90GT Micro Racer fliege, der ja über fast kein Gewicht und somit kaum Masse verfügt. Dadurch fliegt sich der Kong wie auf Schienen. Im Vergleich zum Kong merkt man beim Fliegen des Rodeo dann schon, das er ein wenig mehr wiegt, klar. Das Schienen-Gefühl ist noch da, aber nicht mehr so deutlich wie beim Kong. Dafür entwickeln die Motoren des Rodeo aber eine ordentliche Power – ich war wirklich überrascht, wie schnell er mit Kamera am Anschlag ist. Der Speed des Rodeo kommt mir fast noch einen Ticken schneller vor, als der seines grossen Bruders (F210). Um das auszureizen, muss man die Kamera natürlich nach oben auf Anschlag stellen. Dann ist der Rodeo fast schon ein kleines Geschoss!

Steuern lässt er sich sehr gut – wie bei all meinen Racern habe ich mom. BetaFlight Version 3.1.6 geflasht. Die PIDs habe ich mir von nVentor geborgt (siehe hier), aber auch die BetaFlight Standard PIDs sollten sich hier sehr gut machen. Die Rates stelle ich gerne sehr hoch, so das die Steuerung ultra-responsiv ist. Und das kommt beim Rodeo sehr gut rüber.

Auf der nächsten Seite: Top oder Flop? Unser Fazit und Bilder zum Walkera Rodeo 110.

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Redaktionswertung: 4.5 / 5





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