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(German) Unterwegs mit Drohne und E-Board

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Ein schöner Sommertag. Fast schon zu heiß, um sich zu Fuß durch die Landschaft zu quälen. Also flugs das E-Board geladen, den Drohnenrucksack umgeschnallt und ab geht’s auf die Piste.

Video:

E-Board: Der bessere E-Scooter

Wer Natur hautnah erleben, aber dennoch nicht auf Mobilität verzichten möchte, sollte es mal mit einem E-Board probieren. Ja sicher, Deutschland ist noch nicht so weit. Nicht wirklich. Momentan gewöhnt man sich hierzulande ja erst mal an Elektro Scooter. E-Boards (Skate- bzw. Longboards mit Elektroantrieb) warten immer noch auf ihre Strassenzulassung. Land der Beamten eben.

Abgesehen vom Beamtenhickhack aber bieten diese flotten Bretter unschätzbare Vorteile, die weder E-Scooter, noch E-Bike bieten: ein E-Board wiegt noch nicht einmal 9 kg – ein Fliegengewicht im Vergleich zum sperrigen E-Bike, das schon mal an die 30-40 kg auf die Waage bringt. Das E-Board lässt sich deshalb problemlos Treppen hinauf- oder herunter tragen, passt in den Kofferraum oder die Rückbank und schafft immerhin an die 20-25 Kilometer Reichweichte. Mit einer Zusatzbatterie draufgeschnallt, lässt sich die Reichweite noch einmal deutlich steigern. Mehr als genug, um einen gechillten Tag im Grünen zu verbringen und viel Landschaft vorbeisausen zu sehen.

E-Board und Drohne (in meinem Fall der kompakte DJI Spark) sind zudem ein ideales Gespann. Kommt man an einer Stelle mit schöner Aussicht vorbei, ist der Spark in weniger als zwei Minuten in der Luft und liefert schöne Aufnahmen von oben oder begleitet einen dank automatischer Zielverfolgung wie ein elektronischer Hund (der allerdings, im Gegensatz zu meinem echten Hund, fliegen kann).

Während der Rast auf einer Parkbank lässt sich das E-Board gemütlich als Fußstütze nutzen – oder auch als Sitzgelegenheit, wenn einmal keine Bank zu finden sein sollte. Wer allerdings eher durchs Grüne düsen möchte, anstatt auf langweiligem Asphalt zu fahren, sollte auf eine gute Bereifung achten. Luftreifen mit gutem Profil, sowie ein Leistungsstarker Motor (besser zwei Motoren) sind hier Pflicht.

Ich habe mich für das Carbon GT von Evolve entschieden, das zwar eines der teuersten E-Boards ist, dafür aber mit Off-Road-Bereifung und zwei Elektromotoren mit Riemenantrieb kommt, die zusammen satte 3000 Watt Leistung erzeugen – mehr als genug, um 30%ige Steigungen im Geröll zu erklimmen. Auch das Befahren von Mountainbike-Pisten ist mit diesem Alleskönner kein Problem.

Natürlich gibt es deutlich günstigere Boards, aber allein ein Blick auf die Wattleistung des Motors zeigt hier schon, das es sich im Grunde dann meist nur um Spielzeug handelt. Allerdings: wer nur mal ein wenig auf Asphalt bzw. im Hinterhof herumdüsen möchte, ist damit eventuell auch schon zufrieden. Für den Off-Road-Einsatz ergeben sich jedoch deutlich höhere Ansprüche, auch, was die Qualität der verbauten Teile angeht. Nach zwei Jahren Dauerbetrieb in schwerem Gelände habe ich bei meinem Board bisher lediglich ein einziges Kugellager wechseln müssen. Eine Arbeit von gerade mal fünf Minuten. Das ist mal wirklich Qualität.

Allerdings sei gesagt, das E-Boards hierzulande noch keine Strassenzulassung haben, also eigentlich nur auf privatem Gelände (oder abseits der Öffentlichkeit) gefahren werden sollten. Schade eigentlich, denn meiner Meinung nach sind E-Boards deutlich sicherer zu fahren, als E-Scooter. Und ich weiß, wovon ich rede, nachdem ich zwei Jahre lang mit dem Brett durch übelstes Gelände gefahren bin. Einen E-Scooter hätte es hier schon längst zerlegt, bzw. dessen Fahrer auf die Schnauze. Denn bei E-Scootern liegt dank der von Herrn Verkehrsminister Scheuer geforderten Lenkstange der Schwerpunkt so hoch, das die Roller gerne vornüber kippen, wenn die kleinen Reifen auf ein Hindernis treffen.

Zudem ist es äußerst schwierig, einen E-Scooter ein- oder gar freihändig zu fahren. Wer mal versucht hat, auf einem E-Scooter Handzeichen zu geben, weiß das. Das alles ist auf einem E-Board überhaupt kein Problem: man hat jederzeit die Hände frei. Ein Umkippen gibt es nicht, man steht stabil auf vier Reifen, statt nur auf zwei. Der Stand ist breitbeinig und so ebenfalls deutlich stabiler, als das Stehen auf dem schmalen Trittbrett eines E-Scooters. Bei einem E-Board muss nicht ständig das Gleichgewicht gehalten werden.

Auch über das Bremsen braucht man sich beim E-Board keine Sorgen machen, gesteuert wird über eine Fernbedienung in der Hand. Diese ist via Bluetooth mit dem Board verbunden und bietet neben Gas- und Bremsknopf (beides stufenlos bedienbar) auch ein Display, das die gefahrenen Kilometer, die Geschwindigkeit und den Batteriestand anzeigt. Die Bremsen funktionieren übrigens so gut und feinfühlig, das man problemlos auch Gefälle von 30% und mehr herunterfahren kann, ohne zu viel Fahrt aufzunehmen.

Ein E-Board wiegt deutlich weniger, als ein E-Bike und ist deutlich kleiner, dabei aber sicherer, als ein E-Scooter. Natürlich sind E-Boards nichts für Rentner, die dürfen getrost bei ihren sperrigen E-Bikes bleiben. Hoffen wir aber, daß diese Information auch Herrn Scheuer erreicht – oder die Grünen den Laden bald übernehmen. Denkt daran, wenn ihr das nächste mal euer Kreuzchen macht 😉

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