Social Criticism

(German) Die skurrilsten Religionsregeln weltweit

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Das Verbot, den eigenen Schatten auf Heilige zu werfen (Historischer Jainismus / Buddhismus):

Das hier dürfte Nachtwandlern gefallen: In einigen altindischen Traditionen galt selbst der eigene Schatten als physische Verlängerung des Körpers. Es war den Gläubigen strengstens untersagt, ihren Schatten auf hochrangige Mönche, Könige oder heilige Statuen fallen zu lassen, da dies als energetische Verunreinigung interpretiert wurde. – Also, ich sehe das genauso, wenn es um GERÜCHE meine Mitmenschen geht. Die sind für mich die olfaktorische Verlängerung ihres Körpers – schließlich enthält ihr Geruch Moleküle, die direkt aus dem fremden Körper kommen (nicht drüber nachdenken, nicht drüber nachdenken, nicht…)

Das Verbot, die Zähne mit einer Zahnbürste zu putzen (Sikhismus & Jainismus während Fastenzeiten):

In einigen traditionellen indischen Glaubensformen ist das Verwenden von Plastikzahnbürsten oder Zahnpasta während strenger Fastentage untersagt, da Zahnpasta Tierfette oder Mikroplastik enthalten könnte und Plastik als synthetisch gilt. Stattdessen wird ein frischer Zweig des Neem-Baums (Miswak) genutzt, der durch Kauen zerfasert und als natürliche Bürste dient.

Keine Spiegel bei Trauerfeiern abdecken vergessen (Judentum / Schiva):

Während der sieben-tägigen Trauerphase (Schiva) im Judentum werden alle Spiegel im Haus der Familie verhängt oder abgedeckt. Der Grund: Trauernde sollen sich nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild oder auf Eitelkeit konzentrieren. Zudem gilt der Blick in den Spiegel beim Gebet als Ablenkung, da man nicht sich selbst, sondern Gott gegenüberstehen soll. Und die Switch darf unverdeckt bleiben??

Niemals Reis auf den Boden fallen lassen und keine ungerade Anzahl an Reiskörnern opfern (Shintoismus):

Im Shintoismus gilt jedes einzelne Reiskorn als Sitz einer kleinen Schutzgottheit (Kami). Reis zu verschwenden oder unachtsam fallen zu lassen, gilt als direkte Beleidigung der Naturgeister. Bei Trank- und Speiseopfern an den Schreinen werden zudem exakte, oft mathematisch festgelegte Mengen verwendet, da bestimmte Zahlen als unheilbringend gelten.

Keine Hunde als Haustiere in der Wohnung (Islam):

Hundefreunde, ihr müsst jetzt stark sein: In vielen islamischen Rechtsschulen (Madhhabs) gilt der Speichel von Hunden als ritual unrein (Nadjis). Wenn die Kleidung oder der Körper mit Hundespeichel in Berührung kommt, muss die rituelle Waschung (Wudū’) wiederholt werden. Hunde sind zwar als Arbeits-, Wach- oder Jagdhunde erlaubt, das Halten als reine Haus- und Streicheltiere innerhalb der Wohnräume wird jedoch stark abgelehnt.

Kein Benutzen von Knöpfen an Samstagen (Samariter):

Die Samaritertum-Gemeinschaft (eine eng mit dem Judentum verwandte, sehr kleine Religionsgruppe in Israel/Palästina) legt die Sabbat-Gebote extrem buchstäblich aus. Am Sabbat tragen sie ausschließlich weiße Gewänder ohne Knöpfe, Gürtel oder Schnallen, da das Schließen einer Schnalle oder eines Knopfes als Ausübung einer „Konstruktionsarbeit“ gewertet werden kann.

Niemals mit offenem Haar kochen (Sikhismus):

In den Großküchen (Langar) der Sikh-Tempel, wo täglich tausende kostenlose Mahlzeiten für jeden Menschen unabhängig von der Religion zubereitet werden, gilt eine kompromisslose Hygiene- und Glaubensregel: Niemand darf die Küche ohne Kopfbedeckung (Dastar oder Tuch) betreten oder Speisen zubereiten, damit weder ein einzelnes Haar in das Essen gelangt noch die spirituelle reine Energie des Essens gestört wird. – Also bis zu dem Teil mit der “sprituellen Energie” fand ich diese Regel fast schon sinnvoll. Aber jetzt bin raus.

Auf der nächsten Seite wird es schlüpfrig!

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