Die „Lappen-Prüfung“ nach der Menstruation (Nidda & Bedekikah im orthodoxen Judentum):
Nach der Menstruation gilt eine Frau als ritual unrein (Nidda). Um die siebentägige „reinere Phase“ zu beginnen, muss sie mit einem speziellen, weiße Stoffläppchen (Bedeikah) innere Gewebeproben entnehmen. Ist auf dem Tuch auch nur der kleinste verfärbte Fleck zu sehen, muss dieser im Zweifel von einem Rabbiner begutachtet werden, um festzustellen, ob der Fleck rot (unrein) oder braun/gelb (rein) ist. erst danach darf nach dem Eintauchen in das Ritualbad (Mikwe) wieder ehelicher Sex stattfinden.
Strikte Verhaltensregeln beim intimen Akt (Islam):
Im orthodoxen Islam gibt es detaillierte Empfehlungen für den Eheakt. So ist es empfohlen, vor dem Intimkontakt ein spezielles Bittgebet (Dua) zu sprechen, um Satan fernzuhalten. Zudem gilt es als verpönt (Makruh), während des Sex komplett nackt zu sein – das Paar sollte sich unter einer Decke befinden. Ein Blick auf die Genitalien des Partners gilt in manchen Rechtsschulen als unerwünscht. Auch das Sprechen während des Aktes ist untersagt.
Das Verbot des Abspritzens / Ejakulationsverbot (Daoistischer Sexueller Daoismus):
Im Esoterischen Daoismus gilt der männliche Samen (Jing) als Träger der Lebensenergie. Während Frauen durch Orgasmen Energie gewinnen können, verliert der Mann beim Ejakulieren wertvolle Lebenskraft. Deshalb lehren manche daoistischen Strömungen Techniken des „injektiven Sex“, bei denen der Mann zwar zum Orgasmus kommt, die Ejakulation jedoch physisch (durch Druckpunkte) oder mental unterdrücken muss, um die Energie im Körper zirkulieren zu lassen.
Das Nacktheit-Verbot vor sich selbst (Traditionelles Christentum & Judentum):
In manchen strengen Strömungen des Purismus und des Chassidismus gilt völlige Nacktheit selbst im Dunkeln oder alleine im Raum als Mangel an Gottesfurcht, da Gott überall anwesend ist. Beim Umkleiden oder Waschen versucht man daher, den Körper nie vollständig zu entblößen, sondern Stück für Stück unter dem Hemd oder Handtuch zu wechseln.
Verbot von Kondomen und künstlicher Verhütung (Katholizismus):
In der offiziellen Doktrin der katholischen Kirche (bekräftigt in der Enzyklika Humanae Vitae) ist jede künstliche Verhütungsmethode – ob Kondom, Pille oder Spirale – eine Todsünde, da der sexuelle Akt im Wesentlichen immer für die Fortpflanzung offen bleiben muss. Erlaubt ist ausschließlich die sogenannte „natürliche Familienplanung“ durch Abstinenz an fruchtbaren Tagen. – Anmerkung: erlaubt ist auch die billigste Verhütungsmethode der Welt – ständig schwanger sein. Kostet anfangs nichts, macht aber spätestens nach dem 5. Kind arm und pleite. Ist aber egal, da die meisten User dieser Methode bereits vor dem ersten Kind arm und pleite sein.
Ach Leute, gar lustig war dieser Ausflug in die völlig bekloppte Welt der Religionen. Ich gebe zu: zumindest einige dieser Regeln mögen einst einen zugrunde liegenden Sinn gehabt haben (beispielsweise, wenn es um Hygiene geht, im 15. Jahrhundert gab es schließlich noch keine Apotheken-Umschau, durch die man Menschen informieren konnte) – aber immer dann, wenn dumme Anhänger etwas stur wortwörtlich befolgen und das eigenständige Denken einstellen (eigenständiges Denken ist der Feind jeder Religion und verbraucht zudem einen Haufen Energie), wird selbst aus dem sinnvollsten Rat eine absurde Regel, deren tatsächliche Bedeutung einfach verloren geht.
Meine eigene Religion ist jedenfalls der gesunde Menschenverstand, geschliffen durch die Erkenntnis der Naturwissenschaften. Denn letztendlich sind diese Regeln die einzigen, die uns die Schöpfung wirklich mitgegeben hat.

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Author: Mike vom Mars