Ukraine-Krieg

Ukrainekrieg: Die besten Informationsquellen

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Selbst Jahre nach dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine fragen manche immer noch, wie (bzw. wo) man sich am besten täglich über den Verlauf des Krieges informiert. Hier die besten (öffentlichen) Quellen für ein ausgewogenes Lagebild.

Da naturgemäß beide Seiten eines Krieges möglichst viel Falschinformation in Umlauf bringen wollen (und manchmal auch müssen), ist das Dümmste, das man tun kann, sich nur über eine einzige Quelle zu informieren. Wer nur seinen Lieblings-Youtuber guckt und sich sonst nicht weiter informiert, gerät sehr schnell in eine einseitige Informationsblase. Die Vielfalt der Quellen ist also wichtig.

Welche Seite ist ehrlicher?

Die Informationslage auf Seite der Ukraine ist deutlich transparenter

Die beste Möglichkeit, sich über das Geschehen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und die aktuelle Lage an der Front zu informieren, ist natürlich der direkte Kontakt mit Einheiten der ukrainischen Streitkräfte. Da diese aber oft der OpSec unterliegen und aus Sicherheitsgründen keine Informationen an Außenstehende geben dürfen, stehen Interessierte, die nicht den AFU oder der SBS angehören, oft vor einem Dilemma: welcher Quelle kann man trauen? Wer berichtet mehr oder weniger objektiv über die tägliche Lage in der Ukraine?

Auch die Frage, ob man sich nun lieber an russische, oder ukrainische Quellen halten sollte, ist relativ schnell beantwortet: die Ukraine ist ein demokratisches Land mit offener und freier Presse, das sich mit jedem Jahr von der Gesetzgebung her immer weiter an europäische Standards der Presse- und Meinungsfreiheit annähert.

Russland dagegen ist eine Diktatur, in der man bereits ins Gefängnis (oder an die Front) kommt, wenn man nur in der falschen Tonart furzt. Das heißt nicht, das man ukrainischen Quellen vorbehaltlos vertrauen kann, denn viele Operationen unterliegen der Geheimhaltung (Informationen werden dann erst Wochen oder gar Monate später veröffentlicht) und manchmal (eher selten) werden auch gezielt Desinformationen gestreut, um den Gegner temporär über Operationen im Unklaren zu lassen.

Letztendlich unterliegen auch einige Informationen, wie beispielsweise die exakte Anzahl der getöteten ukrainischen Soldaten, der nationalen Sicherheit und werden erst nach Kriegsende veröffentlicht.

Russland erobert Orte, die gar nicht existieren

Nicht einmal der Kreml selbst kennt die genaue Lage

Alles in allem aber ist Informationslage auf Seiten der Ukraine und ihrer europäischen Partner deutlich offener, glaubwürdiger und transparenter, als von russischer Seite. Da russische Kriegsblogger und Nachrichtenkanäle einer strikten Kontrolle des russischen Verteidigungsministerium und des FSB unterliegen, dürfen diese nur nachplappern, was sie von oben diktiert bekommen. Und das, was man „ganz oben“ in Russland über den aktuellen Frontverlauf weiß, stammt von den Kommandeuren auf dem Feld. Diese lügen nachweislich immer wieder über den Stand ihrer „Eroberungen“, um die Spitze des Heeres zufrieden zu stellen.

Diese Lügen können mitunter so drastisch und weit entfernt von der Wirklichkeit sein, das selbst die russische Führung im Kreml keinen genauen Stand mehr über die aktuelle Frontlage hat. Mitunter werden auf russischer Seite auch gezielt Lügen über die (angebliche) Eroberung von Frontstädten und -Dörfern gestreut, um bei Verbündeten wie Donald Trump einen möglichst starken Eindruck zu machen. Diese Falschmeldungen stellten sich bereits mehrfach durch visuelle Beweise (OSINT), offizielle Dementis oder journalistische Recherchen als nachweislich falsch heraus.

Um es kurz zu machen: wer sich über russische Quellen und Kriegsblogger informiert, sollte jeden Satz kritisch hinterfragen – nur wenn einige russische Kriegsblogger sich mal wieder in einem Wutanfall über die Lügen der eigenen Regierung austoben, bekommt man so immer wieder mal Einblicke über ein System der Lügen und Desinformation, das es selbst den eigenen Quellen schwer macht, über die Wahrheit an der Front zu berichten.

Grundsätzlich gilt:

Offizielle Telegram-Quellen der ukrainische Streitkräfte sind die beste Information.

Nur ein Pottpüree aus möglichst vielen verschiedenen Quellen liefert ein ausgewogenes Lagebild. Die hier vorgestellten Quellen (Video, Podcasts und Telegram) sind ein guter Mix.

Social Media Websites, wie X (ehemals Twitter), Truth Social oder Facebook sollte man nicht zwingend vertrauen. Zum einen bedienen auch die Blogger dort sich zum größten Teil der Quellen auf Telegram, zum anderen werden die Auswahl-Algorithmen dieser Seiten, sowie zum Beispiel die Antworten der KI Grok auf X, stark von Trump selbst, Elon Musk und Mark Zuckerberg „verbogen“, um deren MAGA-Agenda zu dienen – und die ist deutlich pro-russisch. Genau deshalb sind X, Truth Social und Facebook auch ein Sammelbecken für russische Internettrolle, KI-Bots und von Russland bezahlte „Influencer“.

Journalistische Podcasts, insbesondere von Korrespondenten öffentlich-rechtlicher deutscher Sender, sind eine sehr gute und verlässliche Informationsquelle. Viele deutsche Journalisten sind seit Jahren bestens in der Ukraine vernetzt und besuchen auch oft Einheiten an der Front.

Nachdem wir das geklärt haben, findet ihr auf der nächsten Seite ein Pottpüree der besten öffentlich zugänglichen Informationsquellen über den Ukrainekrieg.

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