In den letzten Jahren wurden über Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube zahlreiche Hypes, Trends und gefährliche Challenges verbreitet. Was oft als Lifestyle, Lifehack oder Mutprobe getarnt ist, reicht von wirkungslosen Werbetricks bis hin zu potenziell lebensgefährlichen Aktionen. Bist du auf diese Influencer hereingefallen?
Inhalt:
Seite 2: Gefährliche Ernährungstrends
Seite 3: Teure Quatsch-Gadgets
Seite 4: Esoterische Quanten-Comedy
Seite 5: Tödliche Challenges!
Influencer – bei uns in Deutschland auch gerne noch abwertender Influtscher genannt (nach einem Sketch des Comedians Paul Panzer) – sind quasi die Rattenpest des 21. Jahrhunderts. Sie halten gegen Bezahlung ihr Gesicht in die Kamera und sorgen so dafür, das Firmen unnütze (und meist völlig unnötige) Produkte an den unkritischen Mann bzw. die schlecht informierte Frau bringen, sie nehmen Einfluss auf dein Wahlverhalten, indem sie das „sympathische“ Gesicht einer ansonsten oft fragwürdigen Partei darstellen, schreiben dir als „Looksmaxer“ gerne vor, wie du auszusehen hast, setzen völlig idiotische bis sogar gefährliche „Ernährungs-Trends“, oder sorgen als „Reise-Influencer“ dafür, das es keinen einzigen schönen Ort mehr auf diesem Planeten gibt, der nicht von Menschenmassen überrannt und so unwiederbringlich zerstört wird.
Warum tun sie das? Aus zwei Gründen, natürlich: Ruhm und Geld – wobei beides oft Hand in Hand geht, denn je höher der Bekanntheitsgrad eines Influtschers auf einer Social Media Plattform, desto mehr Geld spült dies durch Werbeeinnahmen oder „Zuwendungen“ einer Firma oder Partei auf sein Konto. Viele Influencer verdienen deshalb tatsächlich so gut, das sie sich einen „Manager“ leisten. Oft steht hinter dem sympathischen Gesicht in Videos schon bald eine ganze Firma mit professionellen Angestellten – während ihre Follower immer noch glauben, sie würden das nur als „Hobby“ oder aus Spaß an der Freude machen. Nein, das Geschäft ist knallhart.
Und viele von ihnen verdienen dabei gar nicht schlecht: Erst in den letzten Jahren sind die Finanzämter in Deutschland darauf aufmerksam geworden, das viele Influencer ihre Videos nicht nur nicht als „Werbung“ ausweisen (was sie tatsächlich müssen, wenn sie Produkte gegen Bezahlung bewerben), sondern auch keine oder kaum Steuern auf ihr Einkommen zahlen. Aktuell ermitteln Behörden in mehreren Bundesländern gegen professionelle Influencer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Sie gehen davon aus, dass eine Vielzahl von Influencern Einnahmen nicht ordnungsgemäß in Deutschland versteuert haben oder sich durch einen Wegzug ins Ausland der Besteuerung in Deutschland entziehen wollten. Der geschätzte Steuerschaden beträgt, rechnet man alle Bundesländer zusammen, gut eine Milliarde Euro! Ihnen drohen deshalb wegen Steuerhinterziehung hohe Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen.
Alleine deshalb schon sollten sie nicht unbedingt als Vorbild dienen – aber es kommt noch schlimmer: den Schwachsinn, den diese Leute auf den, bisher kaum kontrollierten, „sozialen“ Medien verbreiten überschreitet nur allzu oft nicht nur die Grenze des guten Geschmacks, sondern kann auch lebensgefährliche Folgen für ihre Follower haben. Wir haben hier mal die bekanntesten und dreistesten Fälle herausgesucht.
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