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Review: DJI Osmo Pocket 4K 60FPS Action Cam

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Review: DJI Osmo Pocket


Inhalt:
Seite 1: Spezifikationen, Zubehör, Aktivierung
Seite 2: Bedienung und Mimo App
Seite 3: Pro und Contra, Fazit
Seite 4: Tipps, Tricks und Mods
Seite 5: Videos

DJI Osmo Pocket & Zubehör:
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Osmo Pocket: Die Vorteile

Für uns persönlich überwiegen die Vorteile des Osmo Pocket ganz klar – auch und vor allem im Vergleich mit anderen „Action Cams“. Allerdings kommt es natürlich auf den jeweiligen Anwendungszweck des Nutzers an. Als Vorteil sind auf jeden fall folgende Punkte hervorzuheben:

Hervorragende Videoqualität

Das Wichtigste vorweg und ohne Umschweife: die Videoqualität des Osmo Pocket ist hervorragend und schlägt sogar die der Gopro 7 deutlich. Das ist nicht verwunderlich: zum einen verfügt der Osmo über ein mechanisches Gimbal im Gegensatz zu einer digitalen Bildstabilisierung, zum anderen filmt der Osmo Pocket in voller 4K Auflösung und mit einer sagenhaften Datenrate von bis zu 100 Mbit/s. Das sorgt für gestochen scharfes, perfektes Videomaterial.

Auch mit automatischen Einstellungen liefert der Osmo wirklich tadellose Videos – hier muss man keine umständlichen Einstellungen vornehmen, oder Farben und Kontrast der Videos in der Nachbearbeitung anpassen, um wirklich tolles Videomaterial zu bekommen. Selbst mit den Grundeinstellungen und im Automatikmodus gelingen hier unter guten Bedingungen eindrucksvolle Videos. DJI beweist mit dem Osmo aufs Neue, das sie sich mittlerweile wirklich auf Kameratechnik verstehen und was die reine Videoqualität angeht, stielt der Osmo der Gopro und meisten anderen derzeitigen Action Cams ganz klar die Show.

Handlichkeit

Wer bereits ein Gimbal in „Normalgröße“ besitzt – beispielsweise solche für Smartphones oder Action Cams – wird am DJI Osmo Pocket seine helle Freude haben und solch eine kompakte Lösung schon lange herbeigesehnt haben. Der Osmo Pocket ist wirklich das erste 4K Gimbal, das man nicht ständig im Rucksack herumtragen und vor einem Shot erst einmal umständlich zusammenstecken oder aufbauen muss. Einfach in die Hand nehmen (oder gleich dort lassen), anschalten, drauf los filmen. Und genau so muß es sein, damit man eine Cam auch wirklich überall hin mitnimmt.

Laden während dem Filmen

Besonders praktisch ist, das man den Pocket jederzeit laden kann – auch während der Aufnahme. So sind auch längere Timelapse-Aufnahmen kein Problem. Da der verbaute Akku „nur“ eine Kapazität von 900mAh hat, lässt der Osmo Pocket sich mit einer herkömmlichen 3600mAh Powerbank (7 EUR, Ebay) in etwa dreimal komplett aufladen. Mit einer Betriebsdauer von etwa 120-140 Minuten pro Akkuladung kommt man hier immerhin auf eine Betriebsdauer von 6 Stunden mit einer handlichen Powerbank – und sogar das Laden über ein Solar-USB Panel wäre möglich.

Display

Das recht helle Display sorgt dafür, das man nicht „blind“ filmen muss. Man sieht, was man filmt – und wer schon Action Cams ohne Display hatte, weiß dieses Feature auf jeden Fall zu schätzen, vor allem bei Kameraschwenks. Schliesslich kann es sehr ärgerlich enden, wenn einfach nur über „Kimme und Korn“ gezielt wird und man später erst zuhause merkt, das man konsequent daneben geschossen hat. Solche Überraschungen bleiben einem bei Osmo Pocket erspart – schon deshalb, weil man die aufgenommenen Bilder und Videos jederzeit im Display ansehen kann.

Bedienung

Die Bedienung des Pocket über das Touch Display ist sehr intuitiv und geht schnell von der Hand. Schon nach fünf Minuten hat man begriffen, wie es funktioniert und kennt sich mit der Bedienung des Winzlings gut aus. Dank der durchdachten Touch-Menüführung des Pocket (mit einem Druck auf den Powerbutton kommt man von überall schnell wieder zurück ins Kamerabild) lassen sich hier erstaunlich viele Einstellungen vornehmen, obwohl der Pocket ja nur zwei Buttons hat. Wer sich schon einmal mit Buttons durch das Menü einer GoPro geklickt hat, weiß diesen Vorteil auf jeden Fall zu schätzen. Nachteilig zu erwähnen ist hier allerdings, das (noch) nicht alle Einstellungen des Pocket direkt über das Touch Display vorgenommen werden können. Die Bedienung via App ist sogar noch komfortabler – allerdings reduziert dieses dann auch wieder die Mobilität und Handlichkeit des Osmo Pocket.

Update: mit dem Firmware Update im Februar 2019 lassen sich nun so gut wie alle PRO Settings, die man bisher nur per App einstellen konnte, auch auf dem Osmo direkt vornehmen. Die App wird dazu also nicht mehr benötigt, was den Pocket noch mobiler und vielseitiger macht. Stellt auf jeden Fall sicher, das ihr die neueste Firmware auf dem Osmo installiert habt.

Osmo Pocket: Die Nachteile

Wo Licht ist, ist auch Schatten – und auch der Osmo Pocket ist nicht ganz frei von Nachteilen. Allerdings: ob man den einen oder anderen Punkt selbst als Nachteil empfindet, kommt natürlich ebenfalls auf den jeweiligen Einsatzzweck an.

Keine „echte“ Action Cam

Streng genommen ist der Pocket ja nicht wirklich eine Action Cam – denn wer gerne beim Skifahren oder Tauchen filmt, erwartet natürlich ein wasserdichtes und stabiles Case, in dem die Cam sicher aufgehoben ist. Das gibt es zwar für den Osmo, muß aber separat dazu gekauft werden und wird deshalb nicht in die Wertung mit aufgenommen. Wer ohne solch ein Case auskommt (z.B. bei Ausflügen, Wanderungen, auf Reisen etc.) wird ein solches natürlich nicht vermissen. Ein stabiles Case zum Aufbewahren liegt dem Osmo immerhin bei – nur lässt sich darin leider nicht filmen, er muss vorher aus dem Case genommen werden.

Kein Weitwinkel

Viele Actionfilmer werden beim Osmo Pocket den Weitwinkel vermissen. Der doch recht enge Blickwinkel von 80 Grad taugt auf den ersten Blick eher für Selfies statt epischer Landschaftsaufnahmen. Aber: für tolle Weitwinkelaufnahmen bietet der Osmo ja auch die automatischen 3×3 oder 180 Grad-Panoramafunktionen an. Und es gibt, anders als bei Cams mit weitem Blickwinkel, auch keinerlei Verzeichnung oder Fisheye Effekt, der bei Aufnahmen auf dem Boden oder nahe an Objekten und Gesichtern auch sehr stark auffallen würde. Schön wäre gewesen, wenn man dies, wie bei der GoPro auch, einfach im Menü auswählen kann (Wide, Narrow etc.) Für uns persönlich ist der einzige spürbare Nachteil des geringen Blickwinkels jedoch, das man den Osmo bei Selfies recht weit weg halten muss, wenn man nicht gerade sehr lange Arme hat.

Umständliche Aktivierung

Diese muß man zwar nur einmal hinter sich bringen und kann dann normal mit dem Pocket filmen – aber ganz ehrlich: DJI, muss das denn sein, den User so zu nerven, wenn er schon für euer Produkt bezahlt hat? Das man eine Cam erst einmal online aktivieren muss, um damit filmen zu können, ist schon skurril genug – das dabei aber auch noch Nutzer mit Micro USB Ports völlig außen vor gelassen werden, ist schlicht unverschämt. Immerhin: mit einem simplen Adapter für 5 EUR lässt sich das Problem mit der Aktivierung lösen, auch wenn es nervig ist.

Kein Micro USB

Die große Mehrheit der Android User (und diese wiederum stellen die große Mehrheit ALLER Smartphone Nutzer dar) verfügt momentan noch über einen Micro USB Port. Warum DJI dies völlig außer Acht gelassen hat, wissen nur die Götter. Wer dennoch nicht auf die Benutzung der Mimo App mit dem Osmo Pocket verzichten möchte, kann beruhigt sein: es funktioniert auch mit einem USB-C zu Micro-USB Adapter, ist dann aber leider nicht mehr so handlich, als wenn man den Pocket einfach mit dem beiligenden Schiebeadapter an das Smartphone steckt.

Fazit

Von unserer Seite aus: eine ganz klare Kaufempfehlung für den DJI Osmo Pocket. Warum? Weil er mit seiner ultra-kompakten Größe einfach die erste 4K Gimbal Lösung ist, die man wirklich immer mitnehmen möchte im Gegensatz zu anderen Gimballösungen, mit denen wir uns lange genug herumgeärgert haben. Zudem lässt sich mit dem Pocket sehr unauffällig filmen, was in vielen Situationen von Vorteil ist. Die Videoqualität des Osmo Pocket ist über jede Kritik erhaben und dank der mechanischen Stabilisierung (im Gegensatz zu einer rein digitalen) verschenkt man kein Quentchen Bidqualität. Ein bisschen mehr Zubehör, das beim Kauf bereits beiliegt, hätten wir uns gewünscht – aber ehrlich: die Mehrzahl der Nutzer kommt problemlos mit dem aus, was in der Schachtel liegt. Schließlich geht es bei einer Cam für Unterwegs vor allem um eines: das man sie jederzeit dabei haben und schnell losfilmen kann, anstatt erst daran rumbasteln zu müssen.

Da sich seit dem Firmware Update im Februar 2019 nun so gut wie alle PRO Settings auch ohne App am Osmo direkt vornehmen lassen, steht der Winzling einer Profikamera eigentlich in nichts mehr nach: 4K Videos, manuelles Einstellen von ISO, Shutter Speed, Weissabgleich, diverse Farbprofile zur Auswahl, Zeitraffer, Zeitlupe, Panoramafunktionen und mehr – und das alles in einem einzigen, kompakten Gerät!

Auf der nächsten Seite: Tipps, Tricks und Mods für den Osmo Pocket

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Neue Kommentare

  1. Hallo
    Gefällt mir sehr gut der Bericht.
    Ich habe jedoch eine Frage.
    Welche FPS Einstellung würdest Du empfehlen, bei 4K 60, oder? Und wieviel FPS bei full HD?
    Vorab vielen Dank

  2. Mike-vom-Mars

    Dirk, das ist eigentlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich bevorzuge 60 FPS, da man hier das Videomaterial später auch in moderater Zeitlupe laufen lassen, also etwas langsamer abspielen kann, ohne das es zu ruckelig aussieht. Ausserdem ist das Videobild so aufgrund des schnellen Shutters gestochen scharf, so das man auch einzelne Standbilder verwenden kann. Schwenks sind mit 60 FPS schön flüssig und butterweich.

    Andere bevorzugen aber 24 FPS. Das wirkt "kino-mässiger" (Kinofilme werden meist in 24 FPS gedreht) und hier ist dann auch die Belichtungsdauer (Shutter) etwas länger, wobei Bewegungen in den einzelnen Frames etwas verschwimmen (Motion Blurring). Eben wie in Kinofilmen auch. Das Motion Blurring kann man durch die Verwendung von ND Filtern sogar noch verstärken, wenn man es möchte. Bei Schwenks sollte man dann aber etwas langsamer rangehen, um Ruckler und verschwommene Objekte zu vermeiden.

  3. Hallo !

    Welche Einstellungen würdest du empfehlen , wenn ich im Sommer nach Asien fahre und da nur schöne Aufnahmen machen will.

    Danke sehr!
    Gruß
    Zsolt

  4. Mike-vom-Mars

    In den meisten Fällen ist die Automatik die richtige Wahl – der Pocket macht das schon recht gut. In speziellen Situationen (z.B. bei Nacht) kann man auf manuelle Einstellungen wechseln, sofern man sich mit Belichtungszeiten usw. auskennt.

    Wenn dein Zielgerät ein 4K-Monitor ist, empfiehlt es sich, in 4K zu filmen. Wenn dir Full HD aber reicht, filme lieber in 1080p, das schafft deutlich mehr Platz auf der SD-Karte und der Akku reicht um ein Vielfaches länger.

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