Ukraine-Krieg

Was passiert, wenn es kein GPS mehr gibt?

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Auch wenn GPS-Störungen Bestandteil des Trainings sind, darf das nicht in trügerischer Sicherheit wiegen und darüber hinwegtäuschen, das die Bundeswehr bzw. die europäischen Staaten derzeit über drei essentiell wichtige Dinge NICHT verfügen:

Drei Dinge, die wir dringend brauchen!

  1. ⭐ Responsive Space
    Darunter versteht man in der Raumfahrt und Verteidigungspolitik die Fähigkeit, weltraumgestützte Dienste und Infrastrukturen äußerst flexibel, bedarfsorientiert und innerhalb kürzester Zeit bereitzustellen oder wiederherzustellen – und darunter fallen auch gestörte oder gar zerstörte Satelliten!

    Während traditionelle Satellitenprojekte Jahre der Planung erfordern und auf Jahrezehntelange Lebensdauer ausgelegt sind, zielt Responsive Space darauf ab, wie eine Art „Feuerwehr“ im All zu agieren:
    Fällt ein militärischer oder ziviler Satellit durch einen technischen Defekt, Cyberangriff oder eine gezielte Abschuss- bzw. Störaktion im Konfliktfall aus, soll er innerhalb von Tagen (im Idealfall innerhalb von 72 Stunden) durch einen neuen Satelliten ersetzt werden. Bei Bedarf müssen zudem schnell zusätzliche Satelliten in die passende Umlaufbahn gebracht werden, die das Kriegsgebiet abdecken.

    Der wahre Flaschenhals ist hier die Startkapazität eigener Raketen. Früher dauerte es Jahre, eine Trägerrakete zu buchen und die Nutzlast anzupassen. Responsive Space verlangt nach Micro-Launchern (kleinen, flexiblen Raketen), die kurzfristig von mobilen Plattformen oder speziellen Startplätzen abheben können.

  2. ⭐ Europäsiche Starlink-Alternative
    Europa arbeitet derzeit mit Hochdruck an einer eigenen, militärisch gehärteten Satellitenkonstellation als Antwort auf SpaceX’ Starlink und dessen militärische Variante Starshield. Das europäische Großprojekt heißt IRIS² (Infrastructure for Resilience, Interconnectivity and Security by Satellite) und soll in seiner erweiterten Konstellation 348 Satelliten umfassen (plus zusätzlichen 66 militärische LEO-Satelliten, was die staatlichen und militärischen Kapazitäten massiv steigert).

    Allerdings: Europa hinkt bei der Verfügbarkeit eigener Megakonstellationen der USA hinterher. Die Planung für ein vollwertiges, gehärtetes europäisches Pendant zu Starshield sieht den Einsatz von IRIS² erst 2029 oder 2030 vor. Bis dahin bleibt Europa für extrem bandbreitenintensive Echtzeit-Operationen im Gefechtsfeld noch temporär auf US-Systeme oder zivil-kommerzielle Übergangslösungen angewiesen. Der Russe weiß das. Trump weiß das auch.

  3. ⭐ eLORAN (Enhanced Long Range Navigation)
    eLORAN ist eines der vielversprechendsten terrestrischen GPS Backup-Systeme für den Fall, dass GNSS-Satellitensignale flächendeckend gestört oder zerstört werden.
    Allerdings befindet sich das System in Europa derzeit erst in einer frühen Rückkehr- bzw. Neuaufbauphase, da ein Großteil der alten Infrastruktur in den 2010er-Jahren voreilig abgeschaltet wurde.

    eLORAN ist ein ein erdgebundenes Navigationssystem, das leicht zu warten und extrem Störungsresistent ist. Großbritannien und andere Staaten haben ihre Lektionen aus dem Ukrainekrieg bereits gelernt und eigene eLORAN-System aufgebaut. Deutschland steht hier erst am Anfang, nachdem der Vorgänger, das alte LORAN-System, komplett abgeschaltet wurde.

Was ist eLoran?

Die nächsten beiden Jahre, in denen das Russlandfreundliche MAGA in den USA noch an der Macht ist, während Europa verzweifelt versucht, sowohl seine Weltraumfähigkeiten, als auch seine Verteidigung in eigene Hände zu nehmen, sind kritisch! In dieser Zeit ist Europa nun so verwundbar, wie nie zuvor. Trump und Putin haben keinen Zweifel daran gelassen, das sie sich Europa untereinander aufteilen wollen. Und dafür bleibt beiden nur noch Zeit bis 2028.

Was passiert, wenn das GPS ausfällt - Mike vom Mars Blog

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Mike vom Mars Blog - mike-vom-mars.comAutor: Mike vom Mars
Mike emigrierte vor einigen Jahren von seinem Heimatplaneten auf die Erde, um das Leben am wohl seltsamsten Ort des Universums zu studieren. Seiner Bitte "bringt mich zu eurem Führer" wurde bisher nicht entsprochen.

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