Die NATO verlässt sich nicht blind auf das zivile oder frei empfangbare US-GPS. Sie nutzt ein mehrschichtiges System aus Alternativen und Redundanzen.
Wie schützt die NATO sich vor einem GPS-Ausfall?
Moderne Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe, Panzer und Lenkwaffen (wie Taurus, Storm Shadow oder Tomahawk) nutzen hochpräzise Laserkreisel- und Beschleunigungssensoren. Diese messen Bewegungen autark und völlig unabhängig von Funk- oder Satellitensignalen von außen.
Militärische M-Code-GPS-Signale sind extrem robust gegen Jamming, zudem nutzen europäische NATO-Partner das hochpräzise europäische Zivil- und Behördensystem Galileo (sowie Multi-GNSS-Empfänger).
Flugkörper vergleichen während des Flugs das Gelände oder optische Bilder mit eingespeicherten Radar- und Satellitenkarten, um ihren Kurs vollautomatisch ohne GPS zu korrigieren und neue Drohnengenerationen orientieren sich mithilfe von Kameras und KI an Bodenmerkmalen (optische Navigation), wenn GPS gestört ist.
Bei NATO-Großübungen ist das gezielte Kappen oder Stören von GPS-Signalen („GPS-denied Environment“ -Navigation in gestörten Räumen) seit Jahren Standardprogramm. Das klassische Handwerk – Orientierung im Gelände mit Karte, Kompass, Planzeiger und Funk – ist nach wie vor fester Bestandteil der Grundausbildung aller NATO-Streitkräfte (auch der Bundeswehr). Truppen lernen explizit, auf analoge Ausweichverfahren zurückzugreifen, wenn elektronische Führungsmittel im Gefecht ausfallen oder durch EloKa blockiert werden.
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