In einigen Religionen ist es verboten, den eigenen Schatten auf andere fallen zu lassen. In anderen, Mücken zu verschlucken. Manche verbieten das Schneiden der Haare. Andere erzwingen das Rasieren der Augenbrauen. Willkommen in der absurden Welt der Religion.
Bevor wir aber loslegen, wollen wir aber kurz sichergehen, das du den Unterschied zwischen Glauben und Religion kennst und warum ich kein Problem habe, mich über die Religionen dieser Welt zu amüsieren:
Gla̱u̱·be
Substantiv [der]
Die zutiefst persönliche, private Verbindung zwischen einem Individuum und seinem Schöpfer.
Re·li·gi·o̱n
Substantiv [die]
Ein von Menschen (fast immer Männern) erschaffenes Regelsystem um andere Menschen zu manipulieren, zu unterdrücken und zu kontrollieren.
Der persönliche Glaube eines Menschen ist unantastbar und sollte immer toleriert werden. Zumindest so lange, so lange er ihn brav für sich behält und nicht versucht, andere damit zu bequatschen und zu missionieren. Würde jeder Mensch seinen eigenen, individuellen Glauben für sich behalten, anstatt ständig dafür zu werben, oder ihn durch Kleidung und Symbole nach außen zu tragen, hätte die Welt keine Probleme, Frauen die selben Rechte, wie Männer, wären der Welt viele Kriege erspart worden und Milliarden Menschen auf diesem Planeten würden sich mit der Hand ihrer Wahl den Hintern abwischen, statt nur mit der linken (die linke Hand wird von vielen Religionen gebasht, wie wir noch sehen werden – Religionen sind also kein Freund der Symmetrie).
Religion ist, im Gegensatz zum persönlichen Glauben, ein ganz anderes Kaliber. Religion versteckt sich hinter der harmlosen Maske des Glaubens, ist in Wahrheit aber seine dunkle, böse, größenwahnsinnige und mißbräuchliche Schwester. Ihr geht es darum, Seelen einzufangen, Menschen zu besitzen und sie mit einem Wust an Regeln, Geboten und Verboten an sich zu binden – oder zu bestrafen, wenn sie sich diesen Regeln widersetzen.
Menschen sind das Kapital einer Religion. Je mehr Menschen ihr angehören – am besten von Geburt an, denn diese hinterfragen nichts – desto mehr Macht hat sie. Sie gleicht einem Monster, das stetig wächst und sich mehr und mehr Seelen einverleibt. Dieses Schneeballsystem nennt man “Missionieren” – alle eingefangenen Seelen einer Religion sind dazu angehalten, weitere Seelen einzufangen. So wächst die Macht des Alpha-Männchens an der Spitze des Kults oder der Religion mehr und mehr. Das ist der Zweck einer Religion. Nichts anderes. Es geht ihr nicht um dein Seelenheil. Es geht ihr um Kontrolle und Manipulation, die meist mit Drohungen über höllische Orte, Ausschluß aus der Gemeinschaft, oder gar dem Tod aufrecht erhalten werden.
Da aber bereits unser Grundgesetz “Glaube” und “Religion” verwechselt, kennen auch die meisten aufgeklärten Menschen diesen Unterschied nicht.
Aber genug davon – nun wollen wir uns amüsieren. Denn du wirst nicht glauben, welch skurrile Blüten der Wunderkasten menschlicher Geisteskrankheiten Religionen zu bieten hat. Von lustig bis verwunderlich, von amüsant bis tödlich ist alles dabei. Und manchmal erkennt man sogar einen versteckten Sinn darin. Oft aber nicht. Hier sind einige der faszinierendsten und für Außenstehende ungewöhnlichsten Religions- und Glaubensregeln weltweit.
Auf der nächsten Seite geht’s los!
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